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Preisunterschied von Diesel und Benzin so klein wie nie


Tankstellen  

Preisunterschied von Diesel und Benzin so klein wie nie

20.05.2008, 15:06 Uhr | AFP / dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Diesel und Benzin immer teurer (Foto: T-Online)Diesel und Benzin immer teurer (Foto: T-Online) Der Preisvorteil von Diesel-Kraftstoff schmilzt an den Tankstellen immer mehr dahin. Im April war Diesel durchschnittlich nur noch acht Cent billiger als Benzin. Das geht aus Daten des ADAC und Berechnungen des Mineralölwirtschaftsverband (MWV) hervor und entspricht einem historischen Minimum. Aktuell ist der Abstand sogar noch weiter geschrumpft. Im Monatsdurchschnitt kostete Diesel 1,346 Euro pro Liter, Super lag bei 1,426 Euro.

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Diesel immer mehr gefragt
Als Grund für den schrumpfenden Preisvorteil nennt der ADAC die weltweit steigende Nachfrage nach Diesel-Kraftstoff. Für die Fahrer von Diesel-Fahrzeugen ist das eine ernüchternde Nachricht. Sie hatten schließlich mit einer Ersparnis bei den Kraftstoffkosten kalkuliert, als sie den Aufpreis für einen Dieselmotor zahlten und die höhere Kfz-Steuer für diesen Antrieb in Kauf nahmen.

Weniger Mineralölsteuer für Diesel
Beim Diesel beträgt dafür der Mineralölsteueranteil nur 47 Cent im Vergleich zu 65,5 Cent je Liter bei Normal- und Superbenzin. Da Diesel-Motoren in der Regel weniger verbrauchen als gleichstarke Benziner, lohnte sich das Ganze bisher für Vielfahrer. Jetzt gerät dieses Rechenmodell ins Wanken.



Nachfrage steigt weiter
Nachdem aber immer mehr Privatleute auf den Diesel umstiegen und auch der Güterverkehr in den vergangenen Jahren zunahm, sei auch die Nachfrage nach dem Kraftstoff gestiegen, erklärt ADAC-Experte Jürgen Albrecht. Und das habe letztlich zum Preisanstieg an den Tankstellen geführt. Entlastung ist nicht in Sicht: Die Nachfrage nach Diesel wächst weiterhin, beispielsweise in den asiatischen Schwellenländern.

Nur die Steuer sorgt noch für einen Preisvorteil
Der Einkaufspreis der Mineralölkonzerne für Diesel liege schon seit Frühjahr 2007 über dem für Normalbenzin und Super. "Dass wir bislang nur wenig davon gespürt haben, liegt an der niedrigeren Besteuerung für Diesel", sagte Barbara Meyer-Buckow vom MWV.

Ölpreise klettern wieder
Unterdessen ist der Ölpreis weiter gestiegen. Grund sind unter anderem Spannungen in verschiedenen Ölförderstaaten. Ein Barrel (159 Liter) der beliebten US-Sorte WTI übersprang erstmals die Marke von 120 Dollar, Nordsee-Öl der Sorte Brent kletterte auf über 115 Dollar. In Nigeria wurden wieder Öleinrichtungen angegriffen, das Ziel war diesmal Royal Dutch Shell. Außerdem sorgten Äußerungen des iranischen Ayatollahs Ali Khamenei für Unruhe, der erklärte, das Land werde an seinem Atomprogramm festhalten. Und die Türkei bombardierte am Freitag kurdische Basen im Nordirak.

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