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E.ON: Kraftwerkskapazitäten und Stromnetzteile vor Verkauf


Energie  

E.ON verkauft Hochspannungsleitungen

14.05.2008, 15:57 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Verkauf der Netze abgesegnet, um damit eine drohende Kartellstrafe abzuwenden.  (Foto: dpa)Verkauf der Netze abgesegnet, um damit eine drohende Kartellstrafe abzuwenden. (Foto: dpa) Der Aufsichtsrat des Energiekonzerns E.ON hat die Pläne zur Abgabe des Hochspannungsnetzes und des Verkaufs von Kraftwerkskapazitäten abgesegnet. Das teilte der Konzern in Düsseldorf mit. Das Hochspannungsnetz mit einer Länge von 10.000 Kilometern soll an einen Betreiber veräußert werden, der nicht im Bereich der Stromerzeugung oder -versorgung tätig ist. Ferner will E.ON Beteiligungen an den Kohlekraftwerken in Rostock, im niedersächsischen Mehrum, in Veltheim in Nordrhein-Westfalen sowie im saarländischen Bexbach abgeben, ebenso wie die vollständig zu E.ON gehörenden Kraftwerke in Bremen-Farge und dem südbayerischen Zolling.

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E.ON geht mit Stromnetz-Verkauf auf EU zu
E.ON hatte Ende Februar überraschend angekündigt, sich freiwillig von seinem Hochspannungsnetz sowie von Kraftwerkskapazitäten mit einer Leistung von 4.800 Megawatt trennen zu wollen. Konzernchef Wulf Bernotat begründete den Schritt damit, so den Kartellstreit mit der EU konstruktiv zu beenden. Die Zugeständnisse waren in der Branche und in der Politik zum Teil auf großes Unverständnis gestoßen. Während die Konkurrenten RWE und EnBW betonten, an ihren Stromnetzen festhalten zu wollen, prüft Vattenfall ebenfalls einen Verkauf.



Beteiligungen an mehreren Kohlekraftwerken werden abgeben
Zum Verkauf gestellt würden auch die Beteiligung am Braunkohlekraftwerk Lippendorf bei Leipzig und anteilige Strombezugsrechte am Kraftwerk Buschhaus in Niedersachsen. In der Kernenergie erklärte sich E.ON bereit, aus Minderheitsbeteiligungen unter anderem an den Kraftwerken Gundremmingen in Bayern und Krümmel bei Hamburg Strombezugsrechte von 1.500 Megawatt abzugeben. Das Eigentum an diesen Kraftwerken soll weiterhin bei Deutschlands größtem Energiekonzern bleiben.

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Mit einer Kartellentscheidung ist frühestens im Herbst zu rechnen
Bis Ende Mai wollen die Düsseldorfer bei der EU-Kommission eine Verpflichtungszusage einreichen. Über eine Einstellung des Kartellverfahrens werde voraussichtlich im Herbst 2008 entschieden. Für den Verkauf der Kraftwerkskapazitäten hat E.ON anschließend nach eigenen Angaben maximal ein Jahr Zeit, beim Stromnetz sind es zwei Jahre.

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