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Neuer Rekord beim Ölpreis - Grüne fordern Spritgipfel


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Neuer Rekord beim Ölpreis - Grüne fordern Spritgipfel

22.05.2008, 20:19 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Hoher Ölpreis - Grüne fordern Spritgipfel (Foto: imago)Hoher Ölpreis - Grüne fordern Spritgipfel (Foto: imago) Der Ölpreis hat seine Rekordjagd der vergangenen Handelstage noch einmal beschleunigt. Die US-Rohöl-Sorte WTI überschritt erstmals die Marke von 135 US-Dollar. Bisher hat die deutsche Wirtschaft die hohen Ölpreise gut verkraftet. Doch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fürchtet mittlerweile negative Auswirkungen für die hiesige Konjunktur. Fahrer von Diesel-Fahrzeugen gehen schweren Zeiten entgegen. Laut Experten dürfte der Kraftstoff in den kommenden Jahren sogar mehrere Cent teurer als Benzin sein. Die Grünen fordern angesichts der aktuellen Entwicklung einen internationalen Krisengipfel, um endlich von der "Droge Öl" loszukommen.

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Höhn wettert gegen Spekulanten
Durch die drohenden Versorgungsengpässe aufgrund der weltweit rückläufigen verfügbaren Ölmengen sei dringender Handlungsbedarf gegeben, sagte die Fraktions-Vizevorsitzende der Partei, Bärbel Höhn, der "Bild"-Zeitung. "Das Problem lässt sich nur international lösen. Wir brauchen einen Gipfel, um gemeinsam die Nachfrage zu senken und die Spekulation in den Griff zu bekommen." Rund ein Drittel des Anstiegs gehen nach Ansicht von Bärbel Höhn allein auf das Wirken von Spekulanten zurück.

Mehr Unabhängigkeit vom Öl durch moderne Technik
Ein weiteres Ziel einer konzertierten Aktion müsse es sein, unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden, erklärte die Politikerin weiter: "Die Welt muss durch sparsamere Technik und erneuerbare Energien endlich von der Droge Öl loskommen."

Experten: Ölförderung könnte bis 2030 auf die Hälfte sinken
Doch noch ist die Wirtschaft in hohem Maß von Öl abhängig. Aber der begehrte Stoff wird immer knapper. Die weltweite Ölförderung habe "mit großer Wahrscheinlichkeit" das Maximum schon überschritten und werde künftig weiter zurückgehen, erklärte Öl-Fachmann Werner Zittel. Dies sei der Hauptgrund für den Preisanstieg. Die Hoffnung, dass der Preis durch Spekulationen angefeuert und diese Spekulationsblase eines Tages platzen werde, sei vergeblich. Bis 2030 könne die weltweite Ölförderung von OPEC und Co. auf die Hälfte sinken.

Übersicht -

IEA korrigiert Förderprognose nach unten
Zu einer anderen Einschätzung kommt die internationale Energieagentur IEA. Sie geht von einem Anwachsen der Förderungen aus. Bislang rechnen die Experten der IEA damit, dass die Produktion von derzeit 87 Millionen Barrel pro Tag bis 2030 auf 116 Millionen Barrel pro Tag steigen wird. Allerdings rückt die IEA nun von ihren optimistischen Prognosen ab. In ihrer neuen Prognose, die aber erst im November veröffentlicht werden solle, senke die IEA diese Schätzung aber auf nur noch rund 100 Millionen Barrel täglich, berichtete das "Wall Street Journal". Grund seien nach Einschätzung der IEA fehlende Investitionen in die Ölförderung. Angesichts der nach vor wie vor steigenden Nachtrage aus den Schwellenländern dürfte damit ein weiterer Anstieg der Ölpreise vorprogrammiert sein.

Diesel bald teurer als Benzin
Die hohen Preise machen gegenwärtig vor allem Autofahrern und Fluggesellschaften zu schaffen. Die französisch-niederländische Air France-KLM und die finnische Gesellschaft Finnair warnten am Donnerstag wegen des hohen Ölpreises vor einem Gewinneinbruch. Die Autofahrer in Deutschland müssen sich nach Ansicht von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer darauf einstellen, dass Diesel teurer sein wird als Benzin. Ein Grund sei die hohe Anzahl von Dieselfahrzeugen auf dem Markt, sagte Dudenhöffer dem MDR. "Ich glaube, dass viele deutsche Autokäufer wieder zum Benziner gehen werden." Benziner würden wegen ihres besseren Abgasverhaltens "deutlich interessanter".


Übrigens! Wenn Sie mehr über den Aufbau und die Geschichte der OPEC erfahren möchten, dann klicken Sie einfach doppelt auf OPEC und dann auf Wikipedia. Probieren Sie es aus.

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