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Spritpreise: Millionen Autofahrer wechseln zur Bahn


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Millionen Autofahrer wechseln zur Bahn

28.05.2008, 17:42 Uhr | AFP/ dpa/ T-Online, AFP, dpa

Hohe Benzinpreise zwingen Autofahrer zu Sparmaßnahmen.  (Foto: ddp)Hohe Benzinpreise zwingen Autofahrer zu Sparmaßnahmen. (Foto: ddp) Die drastisch gestiegenen Benzinpreise sorgen nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung dafür, dass viele Autofahrer von der Straße auf die Schiene wechseln. Wie das Blatt unter Berufung auf Angaben des Konzerns berichtete, gewann das Unternehmen zwischen Januar und April 20 Millionen Kunden im Nah- und Fernverkehr dazu.

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ICE-Verbindungen besonders gefragt
Bundesweit zählte das Unternehmen von Januar bis April 888 Millionen Bahnfahrten. Besonders gut schnitt der Fernverkehr (ICE- und IC-Züge) mit einem Plus von 3,1 Prozent ab, wie ein Bahnsprecher mitteilte. Im Regionalverkehr - ohne die S-Bahnen in Berlin und Hamburg - betrug das Wachstum lediglich 1,0 Prozent. Die S-Bahnen in den beiden größten deutschen Städten verbuchten ein Plus von 3,6 Prozent.



"Immer mehr Autofahrer kaufen Tickets, statt zu tanken"
Der Bahnsprecher sagte, für den Zuwachs gebe es mehrere Gründe. Dazu gehörten die diversen Sonderaktionen der Bahn ebenso wie die hohen Spritpreise für Autofahrer. Bahn-Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch sagte der "Bild"-Zeitung: "Immer mehr Autofahrer kaufen Tickets, statt zu tanken. Jetzt tun wir alles, um die Neukunden mit einer guten Leistung dauerhaft bei der Bahn zu halten."

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Streiks spielen beim Vergleich keine Rolle
Im vergangenen Jahr war die Zahl der Bahnreisenden - im Vergleich zu 2006 - um ein Prozent oder 19 Millionen auf 1,835 Milliarden gesunken. Als Grund dafür wurden die Streiks der Lokführer und die dadurch ausgelöste Verunsicherung der Fahrgäste genannt. Die ersten Arbeitsniederlegungen im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL hatte es Anfang Juli 2007 gegeben, die letzten im November. Die Streiks spielen deshalb beim Vergleich der Zeiträume Januar bis April 2007/2008 keine Rolle.

Amerikaner treten auf die Bremse
Auch in den USA erleben die Verkehrsbetriebe laut Branchenverband American Public Transport Association (APTA) inzwischen die höchste Nachfrage seit 50 Jahren - seit jener Zeit also, als die goldene Ära des Autos begann und die Bahnen aufs Abstellgleis wanderten. Die APTA registrierte 2007 gut 10,3 Milliarden Fahrten, 2008 könnten es schon fünf Prozent mehr sein. Autos bleiben dafür immer öfter in der Garage. Im März 2008 fuhren die Amerikaner elf Milliarden Auto-Meilen weniger als im Vorjahresmonat. Das war ein Minus von 4,3 Prozent, so viel wie noch nie. Das Energieministerium prognostiziert, dass der Benzinverbrauch in den USA 2008 erstmals seit der Rezession von 1991 im Jahresverlauf sinkt.



Verkehrsbetriebe fühlen sich überrollt
Die Verkehrsbetriebe fühlen sich vielerorts von der Entwicklung regelrecht überrollt. In Washington arbeitet das U-Bahn-Management an einem Notfall-Plan für den Fall, das der Benzinpreis auf mehr als fünf Dollar pro Gallone steigt. "Es könnte ein massiver Zustrom von Passagieren auf uns zukommen, die wegen der Kosten vom Auto zum Nahverkehr wechseln", warnte U-Bahn-Direktor John B. Catoe.

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