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Frankfurt hat die besten Zukunftsaussichten


Städteranking  

Frankfurt hat die besten Zukunftsaussichten

02.06.2008, 19:05 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Frankfurt führt das HWWI/ Berenbank Städteranking an (Foto: imago)Frankfurt führt das HWWI/ Berenbank Städteranking an (Foto: imago) Trotz Finanzkrise wächst die deutsche Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Doch nicht jede Region und jede Stadt profitiert gleichermaßen vom Boom, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Entwicklungsstufen. Nach einer aktuellen Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) im Auftrag der Berenberg Bank kann sich die Mainmetropole Frankfurt auf eine glänzende Zukunft einstellen. Ganz anders sieht die Situation in Wuppertal und in Chemnitz aus. Diesen Städten droht der wirtschaftliche Abstieg.

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Studie erfasst 30 deutsche Großstädte über 250.000 Einwohner
Für die Städterangliste haben Wissenschaftler des HWWI Daten von 30 deutschen Großstädten mit einer Einwohnerzahl von mehr als 250.000 Einwohner verglichen. Erfasst wurden dabei zum einen aktuelle Trends bei Wirtschaftsleistung, Arbeitslosenquote und Bevölkerungszahl. Zum anderen untersuchten die Experten Faktoren wie die Qualität von Bildungs- und Forschungsangeboten, die Verkehrsverbindung zu anderen Metropolen, die Anziehungskraft von Städten für ausländische Studenten und Besucher sowie andere Standortfaktoren für innovative Wirtschaftszweige.

Frankfurt wegen Banken und Verkehrsanbindung führend
Dass Frankfurt das Städteranking anführt, liegt laut HWWI-Direktor Thomas Straubhaar vor allem an seiner Bedeutung als "zentraler Bankenplatz Kontinentaleuropas". Wegen der damit verbundenen Internationalität und seiner guten Verkehrsanbindungen werde die Stadt auch künftig Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitskräfte anziehen. München und Stuttgart profitierten der Studie zufolge von den guten Standortbedingungen, die sie für wissens- und forschungsintensive Industrien geschaffen hätten.

Berlin enttäuscht
Ebenfalls in der Spitzengruppe der 30 untersuchten Großstädte liegen Hamburg und Köln, die sich den siebten Platz teilen. Berlin kommt als Hauptstadt lediglich auf den 24. Platz. "Berlin hat sich nicht zur Boomtown entwickelt", sagte die Autorin der Studie, Sylvia Stiller. Zwar sei die Stadt für Intellektuelle und jungen Menschen interessant, dies führe bislang aber nicht zu wirtschaftlicher Produktivität oder einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Kein Patentrezept für Erfolg von Städten
Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass die Chancen von Städten künftig außer von ihrer Bedeutung als Wirtschaftszentren vor allem von ihrem internationalen Ruf, von der Verkehrsanbindung sowie ihrer Attraktivität für Arbeitskräfte und Unternehmen abhängen. Wie ein Vergleich der führenden Städte der Studie zeige, gebe es dabei keine Patentrezepte, sagte Straubhaar. Klar erkennbar sei nur, dass die Städte schlecht abschnitten, die den Strukturwandel hin zu einer wissensbasierten Volkswirtschaft noch nicht begonnen hätten. "Zum Erfolg gibt es viele Wege, zum Misserfolg eigentlich nur einen", sagte er.

Städte driften auseinander
Beispiele für Versäumnisse seien vor allem alte Industriestandorte im Ruhrgebiet wie Wuppertal, Gelsenkirchen und Bochum. Sie bilden zusammen mit Chemnitz die Schlusslichter im Städteranking. "Diese Städte haben den Strukturwandel noch nicht vollzogen", sagte Thomas Straubhaar. Das fatale an der gegenwärtigen Entwicklung ist, dass die deutsche Städtelandschaft mitsamt den Gewinnern und Verlierern immer weiter auseinander driftet. „Es gibt keine Annäherung zwischen den boomenden und den armen Städten“, sagte Silvia Stiller.

Teufelskreis für Problemstädte
Von einem „Teufelskreis“ spricht Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Wer Einwohner verliert, verliere auch Geld aus dem Finanzausgleich - dieser richtet sich nach der Einwohnerzahl - und so die Möglichkeit, die Stadt attraktiver zu machen. Ein großes Problem ist die Abwanderung von jungen und gut ausgebildeten Menschen. Das dürfte potentielle Investoren abschrecken. Und somit können die Städte auch kaum an Attraktivität für Bürger und Unternehmen gewinnen.

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