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Vier-Tage-Woche soll Pendler entlasten


Spritpreise  

Vier-Tage-Woche soll Pendler entlasten

04.06.2008, 10:59 Uhr | AFP / dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Vier-Tage-Woche soll Pendler entlasten (Foto: Imago)Vier-Tage-Woche soll Pendler entlasten (Foto: Imago) Eine schöne Idee der Grünen: Aufgrund der immer weiter steigenden Benzinpreise sollen Unternehmen ihren pendelnden Angestellten künftig eine Vier-Tage-Woche ermöglichen. Der verkehrspolitische Sprecher von Bündnis90/Die Grünen, Winfried Hermann", sagte der "Bild"-Zeitung vom Montag: "Wo es möglich ist, sollten Firmen den Mitarbeitern eine Vier-Tage-Woche einräumen." Dann müssten die Pendler weniger fahren und könnten den Spritverbrauch pro Monat um ein Fünftel senken.

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Längere Schichten, mehr Heimarbeit
Im Gegenzug sollen nach seiner Vorstellung die Schichten verlängert werden. Der Grünen-Politiker appellierte zudem an die Unternehmen, ihre Mitarbeiter auch öfter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Das verringere ebenfalls den Benzinverbrauch und Schadstoffausstoß. Offen ließ der Politiker dabei, wie das Konzept umgesetzt werden soll.

US-Universität führt Vier-Tage-Woche ein
Auslöser der Debatte ist die aktuelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten, wo das Konzept bereits zum Tragen kommt. Wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtete, hat die Kent State University in Ohio ihren Beschäftigten für die Sommerpause die Vier-Tage-Woche angeboten, damit sie wegen der stark gestiegenen Spritpreise weniger pendeln müssten. Dreiviertel der Beschäftigten entschieden sich demnach dafür, lieber an vier Tagen zehn Stunden zu arbeiten, statt acht Stunden an fünf Tagen. Hintergrund sind auch hier die rapide gestiegenen Preise für Kraftstoff, die sich mit vier Dollar pro Gallone (rund vier Liter) ähnlich wie in Deutschland auf einem Rekordhoch befinden.

Unterbrecher Ghana

Konzept mit Geschichte
In Deutschland war die Vier-Tage-Woche häufiger im Gespräch, bisher allerdings immer, um Stellenstreichungen zu vermeiden. So führte Volkswagen 1993 die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden Wochenarbeitszeit ein, bei 20 Prozent Lohnverlust. Ende 2006 kehrte der Autobauer wieder zur Fünf-Tage-Woche mit bis zu 34 Wochenstunden zurück. Bei der Commerzbank wurde 2003 darüber abgestimmt, die Vier-Tage-Woche im Investment-Banking einzuführen, um Stellenstreichungen zu vermeiden. Die Banker hätten dafür auf Gehalt verzichten müssen und lehnten ab - rund 90 Stellen wurden seinerzeit abgebaut.

Bürger fordern Steuersenkung
Die Bürger selbst sprechen sich angesichts der hohen Preise für eine Senkung der Steuern auf Kraftstoffe aus. Vier von fünf Bürgern stimmten der Aussage zu, die Steuern für Benzin und Diesel sollten reduziert werden, wie eine am Montag veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der "Berliner Zeitung" zeigt. Der Staat erhebt die Mineralölsteuer, die Ökosteuer (als Teil der Mineralölsteuer) sowie die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel. Ein Großteil der Autofahrer will wegen der hohen Preise nach eigener Aussage auch das Fahrverhalten ändern. 51 Prozent der Befragten sagten, sie wollten weniger fahren, 34 Prozent wollen ihre Geschwindigkeit auf der Autobahn verringern. Sparsamkeit ist demnach für 74 Prozent beim Autokauf ein sehr wichtiges Kriterium.

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