Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Rohstoffe >

EU will gegen hohen Spritpreis vorgehen


Ölpreise  

EU will gegen hohen Spritpreis vorgehen

11.06.2008, 19:51 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Sprit: Teures Tröpfchen (Foto: ddp)Sprit: Teures Tröpfchen (Foto: ddp) Die EU-Kommission will etwas gegen die drastisch gestiegenen Öl- und Spritpreise tun. Dazu kündigte sie am Mittwoch ein Maßnahmenpaket an, über das auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag kommender Woche beraten werden soll. Die EU-Staaten müssten den "am stärksten betroffenen Bevölkerungsschichten" helfen, ließ Kommissionspräsident José Manuel Barroso unterdessen erklären. Der Benzinpreis in Deutschland erreichte einen neuen historischen Höchststand. Und auch die Lufthansa erhöhte zum dritten Mal in diesem Jahr den Treibstoffzuschlag auf ihre Flugtickets.

Kommentar - Warum die Politiker die Energiepreise nicht senken sollten
Hohe Spritpreise - Streiks und Proteste in Spanien, Frankreich und Irland
Von Rekord zu Rekord - Immer neue Höchststände an den Tankstellen
Spritpreise - Diskutieren Sie dieses Thema im Forum

Rekord beim Spritpreis

Laut ADAC mussten die Autofahrer am Dienstag im Schnitt 1,528 Euro für einen Liter Super bezahlen. Das waren 2,5 Cent mehr als in der vergangenen Woche. Auch Diesel wurde teurer, allerdings nur um 0,6 Cent, und kostete damit im Schnitt 1,494 Euro. Damit hat sich der Preisabstand zwischen den beiden Sorten wieder vergrößert. Im Mai war Diesel zeitweise teurer gewesen als Super.

Lufthansa erhöht Treibstoffzuschlag

Angesichts des hohen Ölpreises kosten Lufthansa-Tickets mit den neuen Kerosinzuschlägen bei Flügen innerhalb Europas ab Montag drei Euro mehr, Langstreckenflüge verteuern sich um zehn Euro. Damit zahlen Lufthansa-Kunden auf Kurz- und Mittelstreckenflügen ab kommender Woche einen Treibstoffzuschlag von insgesamt 24 Euro, bei Interkontinentalverbindungen beträgt er dann 92 Euro für die einfache Flugstrecke. Zuletzt hatte die Lufthansa die Treibstoffzuschläge Mitte Mai erhöht. Seit der Einführung haben sich die Gebühren etwa verzwölffacht.

Prognose - Gazprom-Chef sieht Ölpreis bald auf 250 Dollar steigen
Wirtschafts-Nachrichten -

Energie so teuer wie seit fast 40 Jahren nicht mehr

Nach Angaben der EU-Kommission sind die Heiz- und Kraftstoffpreise in den vergangenen Monaten auf den höchsten Stand seit Ende der 70er Jahre gestiegen. Zwischen April 2007 und April 2008 legten die Preise für Brennstoffe wie Heizöl in der EU demnach um mehr als 35 Prozent zu, die für Sprit stiegen um fast 13 Prozent. Am stärksten betroffen davon sind nach Angaben der Kommission Fischerei, Landwirtschaft und Verkehr sowie die Chemie- und Autoindustrie.

EU will Alternativen fördern

In erster Linie drängt die Kommission die EU-Staaten nun zu einer vollständigen Umsetzung des Energie- und Klimapakets vom Januar, mit dem erneuerbare Energien gefördert und der Biotreibstoff-Anteil am Sprit deutlich erhöht werden soll. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel verteidigte die umstrittenen Subventionen für Biokraftstoffe: Diese würden zum Sündenbock für hohe Lebensmittelpreise gemacht. "Wenn wir aber auf Biokraftstoffe verzichten, werden wir das große Ziel, die CO2-Emission innerhalb der EU bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren, sicherlich verfehlen", sagte sie der "Zeit".

Unterbrecher 70-Tage

Anreize zum Energiesparen

Darüber hinaus will die Brüsseler Behörde im Herbst einen Bericht über mögliche steuerliche Anreize zum Energiesparen vorlegen. Umstritten ist ein Vorschlag Frankreichs und Großbritanniens für ermäßigte Mehrwertsteuersätze auf Öko-Produkte, den Deutschland ablehnt. Außerdem will die Kommission eine Analyse zu den Roh- und Mineralölmärkten vorlegen.

Öl-Kartell beschuldigt Spekulanten

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) kündigte an, am kommenden Treffen des Ölkartells mit Abnehmerländern sollten die Staatschefs der OPEC-Staaten teilnehmen. Thema des Treffens soll der hohe Ölpreis sein, für den nach nach Ansicht von OPEC-Generalsekretär Abdallah el Badri allerdings nicht die geringe Fördermenge verantwortlich ist. Schuld seien daran vielmehr Spekulanten, sagte Badri. Nach Angaben des Ölkonzerns BP ist die Ölfördermenge im vergangenen Jahr allerdings zum ersten Mal seit 2002 gesunken - wenn auch nur um 0,2 Prozent, wie es im jährlichen Energiebericht des Konzerns heißt.

Mehr zum Thema:
Preisvergleich - Soviel kostet Benzin und Diesel in ausgewählten Städten
Zehn Tipps - So sparen Sie Benzin
Hintergrund - Warum Öl und Benzin immer teurer werden
Verbraucher - Auswirkungen der hohen Ölpreise
Überblick - Woher Deutschland sein Öl bezieht

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal