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Weltwirtschaft: Hohe Energiepreise gefährden Jobs und Konjunktur


Konjunktur  

Hohe Energiepreise gefährden Jobs und Konjunktur

15.06.2008, 14:56 Uhr | dpa / t-online.de, t-online.de

Höhe Ölpreise gefährden Jobs und Wachstum (Foto: imago)Höhe Ölpreise gefährden Jobs und Wachstum (Foto: imago) Noch befindet sich Deutschlands Wirtschaft auf Wachstumskurs, aber das könnte sich schon bald ändern. Neben der Finanzkrise schaden vor allem Schon die hohen Energiepreise der deutschen Wirtschaft und könnten nach Ansicht von Experten schon bald zu weniger Wachstum und Jobverlusten führen. Die Finanzminister der führenden Industrieländer G8 fordern eine Aufstockung der Ölproduktion.

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1,2 Prozent Wachstumsverlust durch Ölpreis

Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise sagte in der "Bild am Sonntag": "Im Jahr 2007 betrug der Durchschnittspreis für Öl 72 Dollar pro Barrel. Wenn der Ölpreis im Durchschnitt dieses Jahres auf 120 Dollar bleibt, bedeutet das einen Wachstumsverlust von 1,2 Prozent, der in den Konjunkturprognosen bisher nur teilweise enthalten ist."

30 Milliarden Euro mehr Ausgaben für Ölimporte

"Deutschland würde im Jahr 2008 rund 30 Milliarden Euro mehr für Ölimporte ausgeben, sagte Michael Heise. Zum Vergleich: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer kostete den Verbraucher rund 20 Milliarden Euro. Die Folge: "Von einer solchen Entwicklung sind auch die Arbeitsplätze in Deutschland betroffen. "Im Verlauf des Jahres werden immer weniger neue Jobs entstehen", befürchtet Heise.

200.000 verlorene Jobs durch Ölpreis

Allein die aktuellen Preissteigerungen haben nach Ansicht des Chefvolkswirts des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, rund 200.000 Jobs gekostet.

G8-Finanzminister warnen vor hohen Ölpreisen

Auch die Finanzminister der sieben größten Industrienationen und Russlands (G8) sehen in den hohen Preise für Öl und Nahrungsmittel eine ernste Bedrohung für das weltweite Wirtschaftswachstum. Die Ölpreise könnten zu einem Anstieg eines globalen Inflationsdrucks führen. Die Ölpreise bewirkten einen "enormen Kaufkraftentzug, auch in der Eurozone", erklärte dazu der deutsche Finanzstaatssekretär Thomas Mirow in Osaka.

Unterbrecher 70-Tage

Medien: Saudi-Arabien will Ölproduktion erhöhen

Zum Abschluss zweitägiger Beratungen im japanischen Osaka forderten sie am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung die Ölförderländer zu einer Aufstockung ihrer Produktion auf. Nach einem Bericht der «New York Times» vom Samstag (Onlineausgabe) will Saudi-Arabien als größter Erdölproduzent der Welt seine Tagesproduktion im kommenden Monat um rund eine halbe Million Barrel Öl erhöhen.


G8 wollen Rolle der Spekulanten überprüfen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Internationale Energieagentur (IEA) wurden zugleich von den Ministern beauftragt, die Rolle von Spekulationen beim Ölpreis zu überprüfen. Ein Bericht dazu wird es bei der IWF-Jahrestagung im Oktober geben.

Ende des Ölbooms

Ob die Ölpreise weiter anziehen ist Ansicht von Experten nicht sicher. Viele Beobachter erwarten zumindest keine weiteren Preissteigerungen. Manche Experten, wie der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank prognostizieren sogar eine Ende des Ölbooms. "Die Blase wird platzen und der Ölpreis wieder unter 100 Dollar fallen", zeigte sich Weinberg überzeugt. Ein konkrete Prognose für den Zeitpunkt des Platzens wagt dennoch kaum jemand.

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