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Banken: Wirtschaftsweisen fordern Privatisierung er Landesbanken


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Landesbanken: Wirtschaftsweisen fordern Privatisierung

17.06.2008, 13:44 Uhr | dpa/ t-online.de, t-online.de

Experten fordern Privatisierung von Landesbanken (Foto: imago)Experten fordern Privatisierung von Landesbanken (Foto: imago) Die Finanzkrise hat das deutsche Finanzwesen arg in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem in den Bilanzen der Landesbanken haben faule US-Hypotheken tiefe Löcher hinterlassen. In einem Gutachten für die Bundesregierung fordern die fünf Wirtschaftsweisen jetzt einen Umbau bei den Staatsbanken. Sogar eine vollständige Privatisierung von Landesbanken bringen die Experten ins Spiel.

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Finanzkrise trifft vor allem Landesbanken

Von den bisher in Deutschland angefallenen Wertberichtigungen in Höhe von 48,8 Milliarden Dollar entfielen laut Gutachten 21 Milliarden oder 43,1 Prozent auf die Landesbanken - nur 6,8 Prozent auf Genossenschaftsbanken und 29,1 Prozent auf Privatbanken.

Landesbanken Schwachpunkt im Finanzsystem

Die Landesbanken bezeichnet das Gutachten folglich als "zentraler Schwachpunkt des deutschen Finanzsystems". Mit Blick auf die hohen Verluste der Banken heißt es im Gutachten: "Es ist offensichtlich, dass dieses Segment des öffentlich-rechtlichen Sektors dringend einer Reform bedarf." Ein Nebeneinander mehrerer Institute, denen es teils an einem tragfähigen Geschäftsmodell fehle, sei nicht zukunftsfähig. Angestrebt werden sollte auf jeden Fall eine Reduzierung des politischen Einflusses auf das operative Geschäft.

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Öffnung für Privatinvestoren

Die fünf "Wirtschaftsweisen" sprechen sich unter anderem für eine Öffnung der Sparkassen und der Landesbanken für Privatinvestoren aus. So schlägt der Sachverständigenrat vor, die Landesbank-Anteile der Länder auf unter 25 Prozent zu senken. Bei einem Verkauf von Landesbank-Anteilen sollten Investoren auch alles übernehmen können. Für die Sparkassen sehen die Wirtschaftsweisen allenfalls ein Vorkaufsrecht vor.

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Umwandlung von Sparkassen in Aktiengesellschaften

Sparkassen sollten nach Vorstellung der "Weisen" in Aktiengesellschaften umgewandelt und das Eigentum an Stiftungen übertragen werden. Daran sollten Investoren außerhalb des Sparkassensektors aber nicht mehr als 49,9 Prozent halten.

Kritik vom Sparkassenverband

Der Sparkassen- und Giroverband DSGV wies den Vorschlag als "nicht zielführend" zurück. Mit einer Privatisierung würden unterschiedliche Geschäftsinteressen vermischt, erklärte DSGV-Präsident Heinrich Haasis. Dieser Vorschlag widerspreche der Zielsetzung des Rats, die Dezentralität der Sparkassen zu erhalten.

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