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Benzinpreise: Hohe Preisunterschiede an Europas Tankstellen


Benzinpreis  

Experten sagen Benzinpreis von über 1,60 Euro voraus

24.06.2008, 16:05 Uhr | dpa / AFP / bab / mmr, t-online.de

Nicht nur in Deutschland ist Tanken ein teurer Spaß (Foto: Imago)Nicht nur in Deutschland ist Tanken ein teurer Spaß (Foto: Imago) Die Autofahrer in Deutschland müssen sich in den Sommerferien auf weiter steigende Benzinpreise einstellen. Fachleute rechnen in den nächsten Wochen mit einem Anstieg auf über 1,60 Euro pro Liter. Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, sagte der "Bild"-Zeitung: "Es ist zu befürchten, dass der Ölpreis kurzfristig weiter steigt und der Benzinpreis zu Beginn der Reisesaison über 1,60 Euro je Liter klettert." Ein Grund ist laut Heise die immer noch hohe Anzahl von Investoren, die an den Märkten Öl auf Termin kaufen. Am Donnerstag-Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der maßgeblichen US-Ölsorte WTI etwa 137 Dollar und näherte sich damit wieder seinem kürzlich erreichten Rekordniveau bei knapp 140 Dollar.

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Engpässe während der Ferienzeit

Auch die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, Claudia Kemfert, sieht beim aktuellen Benzinpreis noch Luft nach oben. Kemfert sagte der Zeitung: "Es gibt weltweit zu wenig Raffinerie-Kapazitäten. Mit Beginn der Ferienzeit kann sich der Engpass noch verschärfen, der Benzinpreis noch mal um mehrere Cent klettern." Am Mittwoch hatten die Preise für Super- und Normalbenzin bundesweit neue Höchststände erreicht. Im Durchschnitt kostete der Liter Kraftstoff an den Markentankstellen 1,56 Euro. Der Dieselpreis stieg auf etwa 1,51 Euro.

Sprit im Ausland teils noch teurer

Auch unsere europäischen Nachbarn erleben beim Tankstopp regelmäßig einen Schock. Am tiefsten greifen derzeit Niederländer in die Tasche, zumindest wenn es um Super geht. Im Schnitt 1,68 Euro blättern die Nachbarn im Schnitt für den Liter hin, laut Preismeldern im Internet sind es an vielen Tankstellen inzwischen sogar über 1,70 Euro. Neben Holland ist der Sprit auch in Norwegen (1,59 Euro), Belgien (1,58) und Dänemark (1,56) teurer als In Deutschland, geht aus Statistiken des Automobilclubs von Deutschland (AvD) und des ADAC hervor.

Trucker außer Rand und Band

Ähnlich sieht es beim Diesel aus, wo Großbritannien laut AvD die Liste mit einem Durchschnittspreis von 1,63 Euro pro Liter vor Norwegen (1,60 Euro) und Italien (1,50 Euro) anführt. Die Folge sind wütende Proteste von Truckern, die besonders unter hohen Diesel-Preisen leiden. Mit gezielten Aktionen haben sie bereits mehrfach Hauptverkehrsadern blockiert und so den Verkehr lahmgelegt. Bei einer der größten Aktionen wurden die Zufahrtsstraßen nach London dicht gemacht, was für ein Verkehrschaos sorgte. Schärfer fielen die Proteste in Spanien aus, wo dauerhaft blockierte Autobahnen und Häfen fast die Wirtschaft zum Erliegen brachten – bei einem durchschnittlichen Preis von 1,25 Euro für den Liter Kraftstoff.

Unterbrecher 70-Tage

Tanktouristen müssen planen

Wer auf billigen Sprit setzt, hat aktuell in den Nachbarländern Luxemburg, Frankreich und Österreich gute Chancen. Laut den Tabellen des AvD liegen die Spritpreise dort noch deutlich unter dem deutschen Niveau. Auch wer Richtung Ungarn, Schweiz und Spanien reist, findet Spritpreise unter 1,30 Euro. Am preiswertesten lässt es sich auf dem europäischen Festland zurzeit in Rumänien tanken, wo der Liter Super für etwa 1,10 Euro zu haben ist. Allerdings lohnt sich das höchstens für Urlauber auf der Durchreise und auch dort stöhnen die Menschen unter dem Preisniveau. Denn das Durchschnittseinkommen der Rumänen beträgt gerade einmal 450 Euro im Monat und der Dieselpreis von über 1,20 Euro trieb deshalb auch dort die Spediteure auf die Straße.

Deutsche Manager erwarten Rohöl-Preis von 180 Dollar

Zuletzt hat der Preis für Rohöl der US-Sorte WTI von seinem Rekordhoch bei knapp 140 US-Dollar zwar wieder leicht nachgegeben, doch von einer dauerhaften Erholung sind die Märkte weit entfernt. Das ist zumindest die Einschätzung von 500 deutschen Top-Managern. Laut einer Umfrage erwarten sie einen Anstieg des Ölpreises auf bis zu 180 Dollar pro Fass. Drei Viertel der Manager rechnen innerhalb der kommenden zwei Jahre mit einem Preis von 150 Dollar je Barrel Öl. "Knapp die Hälfte erwartet sogar ein Niveau oberhalb von 180 Dollar", berichtet das "Handelsblatt". Die Umfrage unter den Managern war im Rahmen des "Handelsblatt"-Business-Monitors durchgeführt worden.

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