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Neuemissionen: Laues Börsendebüt von GK Software


Erster Börsengang  

Laues Börsendebüt von GK Software

19.06.2008, 19:25 Uhr | dpa-AFX / dpa / t-online.de, t-online.de

Schwaches Börsenumfeld (Foto: imgao)Schwaches Börsenumfeld (Foto: imgao) Einen verhaltenen Start auf dem Frankfurter Parkett hat die Firma GK Software vorgelegt. Der erste Börsengang im Prime Standard in diesem Jahr hielt sich zunächst nicht in der Gewinnzone: Die Aktien des Spezialisten für Software im Einzelhandel starteten am Donnerstag im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse bei 21,40 Euro, sanken im Laufe des Tages aber etwas ab. Damit dürften die Hoffnungen der anderen Börsenneulinge einen Dämpfer erhalten haben: In den kommenden Tagen sollen mit Sinosol und SMA Solar zwei weitere Neuemissionen folgen.

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Schwache Nachfrage

Dem Börsenstart von GK Software war in den vergangenen Tagen eine deutliche Absenkung von Angebot und Preisspanne vorausgegangen. Statt der zuvor geplanten 17 Millionen Euro sammelte die Gesellschaft nur knapp zehn Millionen Euro ein. Ursprünglich hatte das Unternehmen die Papiere für 29 bis 35 Euro angeboten, das Angebot erfolgte schließlich zu 21 Euro. Außerdem mussten die Alteigentümer unter dem Druck der Investoren auf den Verkauf von Anteilen verzichten.

Zweckoptimismus bei GK Software

Vorstandschef Rainer Gläß übte sich trotzdem in Optimismus: "Das Glas ist halb voll, wir können unser Ziele umsetzen", sagte er. Mit dem eingesammelten Geld will GK Software sein Auslandswachstum vorantreiben. Nachdem schon Kunden wie Kaufhof, Douglas oder Tchibo mit der Software arbeiteten und sie auch im Ausland einsetzten, stünden nun ausländische Einzelhändler wie Carrefour oder Tesco im Visier. Von 2009 an will das Unternehmen auch in Übersee aktiv werden. GK Software erzielte 2007 einen Umsatz von 10,7 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 2,3 Millionen Euro. "Wir sind stolz, nach vielen Monaten das Eis an der Börse gebrochen zu haben", ergänzte Gläß.

Schlechtes Umfeld

Börsianer machten am Donnerstag unter anderem das instabile Börsenumfeld für Neuemissionen für den durchwachsenen Start des Unternehmens aus dem sächsischen Schöneck verantwortlich. Das Entgegenkommen bei den Preisvorstellungen honorierten Marktteilnehmer, einige sahen aber selbst auf diesem Niveau noch Rückschlagpotenzial für die Aktien. "Die erste Spanne war mit Mondkursen", sagte ein Händler zu den ursprünglichen Vorstellungen von GK Software. Angesichts der angespannten Situation für Börsenneulinge hatte sich in diesem Jahr bisher noch kein Unternehmen aufs Börsenparkett gewagt. Der IT-Distributor Devil sagte sein Debüt ab, andere trauten sich mit ihren Plänen gar nicht erst aus der Deckung.

Unterbrecher 70-Tage

SMA Solar steht in den Startlöchern

Unbeeindruckt vom schwachen Umfeld zeigt sich bislang der Solartechnikhersteller SMA Solar Technology. Mit dem bislang größten Börsengang in diesem Jahr will SMA Geld für weiteres Wachstum beschaffen. Die Neuemission werde frühestens Ende kommender Woche erfolgen, teilte der Hersteller von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen mit. Wechselrichter wandeln Gleichstrom aus Solar- oder auch Windanlagen in netzüblichen Wechselstrom um, sie sind entscheidend für den Wirkungsgrad einer Anlage. Bei diesen Produkten ist SMA nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 34 Prozent Welt-Marktführer.

150 Millionen Euro

Bis zu 150 Millionen Euro will das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel über eine Kapitalerhöhung einsammeln. Die Vorstände wollen sich zudem von eigenen Anteilen trennen. Das Geld aus dem Börsengang will SMA unter anderem in den Bau einer Fabrik in Kassel investieren, dies sei die weltgrößte Anlage zur Herstellung von Wechselrichtern. Ferner will SMA eventuell eine Produktion in den USA aufbauen, um Währungsrisiken zu mindern. Die Firma beschäftigt derzeit 2450 Mitarbeiter und machte 2007 rund 327 Millionen Euro Umsatz nach 193 Millionen Euro im Vorjahr. Der Exportanteil soll bis 2010 von 40 auf 60 Prozent steigen. SMA soll im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden.

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