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OPEC sollte ursprünglich Preisverfall verhindern


Hintergrund  

OPEC sollte ursprünglich Preisverfall verhindern

10.09.2008, 12:09 Uhr | dpa / t-online.de, dpa, t-online.de

Das OPEC-Sekretariat in Wien (Foto: imago)Das OPEC-Sekretariat in Wien (Foto: imago) Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) wurde 1960 in Bagdad gegründet. Ziel der derzeit 13 Mitgliedsstaaten ist es, ihre Erdölpolitik auf dem Weltmarkt zu koordinieren und Fördermengen festzulegen. Hintergrund der Gründung war eine in den 50er Jahren steigende Ölproduktion, die über der Nachfrage lag - in der Folge waren die Erdölpreise deutlich gesunken. Seitdem legt die OPEC, die etwa 40 Prozent der weltweiten Förderung kontrolliert, in regelmäßigen Treffen ein System von Produktionsquoten für die Mitgliedsstaaten fest, um den Ölpreis zu beeinflussen.

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OPEC tagt etwa halbjährlich

Sitz der OPEC ist Wien. Das oberste Organ des Erdölkartells ist die halbjährlich tagende Konferenz der Öl- bzw. Finanzminister der Mitgliedsländer. In besonderen Fällen finden die Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs statt. Die Entscheidungsfindung basiert auf dem Prinzip der Einstimmigkeit. Ein Gouverneursrat ist für die Umsetzung der Beschlüsse und die Verwaltung der OPEC zuständig. Aktuelle Mitglieder sind Algerien, Angola, Libyen, Nigeria, Irak, Iran, Qatar, Kuwait, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ecuador, Venezuela und Indonesien. Indonesien hat allerdings den Austritt aus dem Kartell angekündigt, weil es vom Exporteur zum Importeur geworden ist. Weitere wichtige Erdölproduzenten wie die USA, Russland, Norwegen und Brasilien sind nicht in der OPEC vertreten.

OPEC berechnet Korbpreis

Seit 1986 berechnet die OPEC einen sogenannten Korbpreis aus 13 wichtigen Ölsorten. Die in Europa wichtigste Sorte Brent und die beliebte US-Sorte WTI sind in dem Korbpreis nicht enthalten, weshalb der Korbpreis in der Regel etwas niedriger liegt als die Preise der beiden Einzelsorten.

Weltweiter Ölverbrauch steigt weiter

Die Erdöl-Fördermenge und der Verbrauch sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2006 wurden weltweit rund 3,9 Milliarden Tonnen gefördert; 2000 waren es noch 3,6 Milliarden. Mit Ausnahme Europas und Südamerikas legten alle Förderregionen zu, allen voran die GUS-Staaten, die ihr Vorjahresergebnis um 4,5 Prozent auf 603,4 Millionen Tonnen erhöhten. Der Anteil der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) an der Weltförderung lag bei 41,5 Prozent. Der Ölverbrauch stieg weltweit um mehr als ein Prozent auf 3,9 Milliarden Tonnen. Das lag vor allem an Asien. In Europa und Nordamerika gingen die Verbrauchsmengen zurück.

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