Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Rohstoffe >

Glos will "Spekulationssumpf" trockenlegen


Öl-Krisengipfel  

Glos will "Spekulationssumpf" trockenlegen

23.06.2008, 13:19 Uhr | dpa / AFP / t-online.de, t-online.de

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (Foto: ddp) Anlässlich des Öl-Krisengipfels in Saudi- Arabien hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos mehr Transparenz auf den internationalen Ölmärkten gefordert. "Nur so lässt sich der Spekulationssumpf trockenlegen", schrieb der CSU- Politiker in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Der "Berliner Zeitung" sagte der Minister, der Preisanstieg der vergangenen Monate sei allein mit boomender Weltkonjunktur und steigender Nachfrage etwa aus China nicht zu erklären. Es gebe auch spekulative Hintergründe. Daher müssten Förder- und Verbraucherländer zu einer engeren Zusammenarbeit finden.

Saudi Arabien - Täglich eine Milliarde Dollar
Experten - Benzinpreis bald über 1,60
Verbraucher - Auswirkungen der hohen Ölpreise
Überblick - Woher Deutschland sein Öl bezieht
Spritpreise - Diskutieren Sie dieses Thema im Forum

Glos fordert Erhöhung der Fördermenge

Zugleich verlangte Glos eine Erhöhung der Fördermengen. "Wir brauchen schnell mehr Öl auf dem Weltmarkt, um die Preisspirale an den Zapfsäulen endlich zu stoppen. Dafür werde ich in Dschidda kämpfen." Zudem seien weltweit mehr Energieeffizienz, mehr Investitionen im Energiebereich und der richtige Energiemix notwendig. Dazu gehöre auch die Kernenergie.

"Wir müssen über unsere Energiepolitik im Ganzen völlig neu nachdenken"

Glos kündigte in der "Bild am Sonntag" zudem eine Rohstoff- und Energie-Strategie der Bundesregierung an. "Wir müssen über unsere Energiepolitik im ganzen völlig neu nachdenken. Deshalb lasse ich in meinem Ministerium eine Rohstoff- und Energiestrategie erarbeiten." Dabei müsse man bedenken: "Der unsinnige Atomausstieg wird immer mehr zu einer Bedrohung für Konjunktur, Klima und Verbraucher. Wir brauchen die sicheren deutschen Kernkraftwerke weiter am Netz. So können wir bei steigenden Strompreisen gegensteuern."

Unterbrecher 70-Tage

OPEC-Chef lehnt höhere Ölförderung ab

Unterdessen hat der Präsident der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC), Tschakib Chelil, eine Erhöhung der weltweiten Ölförderung abgelehnt. Die auf den Märkten gezahlten Preise hätten absolut nichts mit dem Angebot und der Nachfrage zu tun, sagte Chelil vor dem Beginn der Ölpreiskonferenz . "Wir glauben, dass der Markt im Gleichgewicht ist. Es ist kein Problem des Angebots" von Öl, hob er hervor. Ein Sondertreffen der OPEC-Staaten lehnte Chelil, der auch algerischer Ölminister ist, ab. Das nächste reguläre Treffen finde im September statt, dann solle erneut über die Fördermenge des Erdölkartells beraten werden.

Mehr zum Thema:
Übersicht -
Ausland - Italien plant "Robin-Hood-Steuer" auf Öl-Gewinne
Preisvergleich - Soviel kostet Benzin und Diesel in ausgewählten Städten

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal