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Stellenabbau: Siemens streicht wohl 6450 Stellen in Deutschland


Siemens  

Medien: Siemens streicht 6450 Stellen in Deutschland

30.06.2008, 13:02 Uhr | dpa-AFX/ t-online.de, t-online.de

Siemens-Chef Löscher forciert den Konzernumbau (Foto: imago)Siemens-Chef Löscher forciert den Konzernumbau (Foto: imago) Das Milliarden-Sparprogramm beim Elektrokonzern Siemens kostet laut Medienberichten weltweit mehr als 17.000 Arbeitsplätze, davon 6450 in Deutschland. Der Jobabbau betrifft vor allem den Vertrieb und die Verwaltung des Riesenkonzerns. Bislang gibt es aber keine Bestätigung der Zahlen von Siemens und den Gewerkschaften.

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Keine Bestätigung von IG Metall und Siemens

Auch Siemens-Chef Peter Löscher nannte in einem am Freitag bekanntgewordenen Brief an die Mitarbeiter keine konkreten Zahlen zu dem geplanten Stellenabbau. Er betonte in dem Schreiben aber: "Wir möchten schnell Klarheit schaffen, einen fairen Interessenausgleich für die betroffenen Mitarbeiter aushandeln, soziale Härten vermeiden und möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten." Laut "Bild" will der Konzern sogar ganz auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Löscher verteidigt drastische Einschnitte

Zugleich verteidigte Löscher die drastischen Einschnitte. Auch Siemens werde die gestiegenen Risiken der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten zunehmend zu spüren bekommen und müsse daher wettbewerbsfähiger werden. Der Konzern will bis 2010 rund 1,2 Milliarden Euro an Vertriebs- und Verwaltungskosten einsparen und hatte bereits früher klargemacht, dass dies Arbeitsplätze kosten werde.

Unterbrecher 70-Tage

Kostensenkung bei externen Beratern

Am 7. Juli werde der Wirtschaftsausschuss, also das Gremium aus Vertretern der Arbeitnehmerseite und der Unternehmensleitung, über die Maßnahmen beraten, erklärte Löscher in dem Brief. Zu den Milliarden-Einsparungen in Vertrieb und Verwaltung sollten Kostensenkungen bei externen Beratern und in der IT "erheblich" beitragen. "Ein weiterer wesentlicher Beitrag muss aber auch aus einer Verschlankung der Zentralen und Verwaltungsfunktionen kommen - und zwar in der Konzernzentrale genauso wie in den Sektoren und auf der regionalen Ebene", erklärte Löscher.

Harte Einschnitte in Franken

In Deutschland wird Franken den Presseberichten zufolge am härtesten von den Einschnitten getroffen. In Erlangen sollten 1330 Arbeitsplätze wegfallen und in Nürnberg weitere 540, hieß es. Entsprechende Zahlen hatten zuvor bereits die "Nürnberger Nachrichten" genannt. Insgesamt hat Siemens in Franken rund 34000 Beschäftigte. Zudem sollen in München nach dpa-Informationen 900 Jobs gestrichen werden und in Berlin weitere 340. Siemens beschäftigt in Deutschland rund 130.000 Menschen, weltweit sind es 435.000 Beschäftigte.

"Bild": Keine betriebsbedingten Kündigungen

Laut "Bild"-Zeitung soll das Abbauprogramm in Deutschland aber ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat sollten am 7. Juli beginnen, berichtete die Zeitung. Bis Herbst solle der konkrete Abbauplan stehen und die betroffenen Mitarbeiter informiert werden. Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Schließung von Standorten nicht ausgeschlossen

Nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" soll unterdessen in der Verkehrssparte Mobility jeder zehnten Arbeitsplatz davon die meisten in der Verwaltung Das Sanierungsprogramm sehe dort den Abbau von 2000 Stellen vor, hieß es. Auch die Schließung einzelner Standorte sei nicht ausgeschlossen, heiße es in Konzernkreisen. Ob davon Werke in Deutschland betroffen seien, stehe noch nicht fest. Die Sparte hat Standorte in Berlin, Braunschweig, Krefeld und München. Insgesamt arbeiteten in dem Bereich weltweit 18.900 Menschen, knapp 10.000 davon in Deutschland, hieß es.

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