Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Nokia-Werk in Bochum: Einigung mit NRW im Subventions-Streit


Subventionen  

Nokia zahlt 40 Millionen Euro für das Aus in Bochum

03.07.2008, 19:35 Uhr | AFP, t-online.de

Werk Bochum: Nokia offenbar zu Rückzahlungen bereit (Foto: dpa)Werk Bochum: Nokia offenbar zu Rückzahlungen bereit (Foto: dpa) Die Schließung des Bochumer Handy-Werkes kommt den finnischen Konzern Nokia teuer zu stehen: Das Unternehmen wird rund 40 Millionen Euro zahlen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte ursprünglich 60 Millionen Euro gefordert. Beide Seiten verständigten sich auf einen millionenschweren Pakt zur Wirtschaftsförderung in der Region: Nokia und das Land legen ein Förderprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 60 Millionen Euro auf, wie Landeswirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) am Donnerstag erklärte. Der Handy-Weltmarktführer unterstützt das Programm "Wachstum für Bochum" mit 20 Millionen Euro sowie den Nettoerlösen aus dem Verkauf seines Bochumer Werksgeländes, weitere 20 Millionen Euro steuert das Land bei.

Streit offiziell beendet

Mit der Einigung erklärten Nokia und Landesregierung ihre Auseinandersetzung um die 60-Millionen-Euro-Rückforderung von Subventionen für beendet. Nokia hatte im Januar überraschend angekündigt, sein Bochumer Werk mit 2300 Beschäftigten zur Jahresmitte dicht zu machen und die Produktion nach Rumänien zu verlagern. Das Land NRW machte daraufhin die Rückzahlung der Subventionen geltend.

Gründerzeit in Bochum

Mit dem Geld aus dem gemeinsamen Programm von Nokia, Land und Stadt Bochum wird nun unter anderem ein Gründerzentrum in der Ruhrgebietsstadt errichtet. Damit sollen die Gründung und Weiterentwicklung von Unternehmen gefördert werden, die hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Das Nokia-Werksgelände in Bochum soll an einen Käufer oder Investor verkauft werden, der sich zur Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem Areal verpflichtet. Weiterer Bestandteil des Förderprogramms ist eine international ausgerichtete Kampagne mit dem Ziel, geeignete Investoren für Bochum und die Region zu gewinnen. Ferner soll ein Lehrstuhl an der Bochumer Ruhruniversität eingerichtet werden, um die kommerzielle Nutzung wissenschaftlicher Forschung voranzutreiben.

Rüttgers begrüßt Einigung

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) begrüßte die Einigung. "Das Verhandlungsergebnis muss jetzt von allen Partnern so umgesetzt werden, dass zukunftsweisende Projekte entstehen", erklärte Rüttgers in Düsseldorf. "Wichtig ist vor allem, zusätzliche Arbeitsplätze in der Region zu schaffen." Nokia-Finanzvorstand Rick Simson betonte, alle Beteiligten seien sich darin einig, dass das Programm "wichtige Impulse für die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen in Bochum und der Region setzen" werde. Wirtschaftsministerin Thoben hob das Interesse der Landesregierung hervor, "die Weichen für eine zukunftsorientierte Lösung für Bochum zu stellen". "Nokia hat diese gemeinsame Lösung möglich gemacht, und wir sind dem Unternehmen dankbar dafür." Anfang April hatten sich der Handybauer und der Betriebsrat bereits auf einen 200 Millionen Euro schweren Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt.

Mehr zum Thema:
Nokia - Vier Monate vergeblicher Kampf
Letzte Schicht - Nokia-Werk Bochum stellt Produktion ein
Nokia-Chef - PR-Pannen bei Werksschließung eingestanden

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal