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Yahoo-Übernahme: Microsoft lässt nicht locker


Microsoft und Yahoo  

Yahoo-Übernahme: Microsoft lässt nicht locker

08.07.2008, 09:45 Uhr | mfu, dpa-AFX, t-online.de

Microsoft hofft bei Yahoo-Übernahme auf neue Führung (Foto: dpa)Microsoft hofft bei Yahoo-Übernahme auf neue Führung (Foto: dpa) Der Softwarekonzern Microsoft bleibt bei der Übernahme von Yahoo weiter am Ball. Eine neue Führung beim Suchmaschinengiganten soll nun den Mega-Deal ermöglichen. Microsoft verbündete sich dazu mit Yahoo-Großaktionär Carl Icahn, der die Yahoo-Spitze auf der Hauptversammlung Anfang August stürzen will.
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Yahoo fordert neues Angebot von Microsoft

Die überraschende Nachricht gab Microsoft heute bekannt. Der Druck auf Firmenmitgründer und Yahoo-Chef Jerry Yang wird damit immer größer. Yahoo forderte von Microsoft umgehend ein offizielles Angebot mit einem konkreten Kaufpreis. Der Konzern sei grundsätzlich weiter zu Verhandlungen bereit.

Komplette oder teilweise Übernahme möglich

Microsoft prüft gegenwärtig sowohl eine Komplettübernahme von Yahoo als auch der zuletzt diskutierte Teilkauf nur des Suchmaschinengeschäfts. Mit der gegenwärtigen Führung bei Yahoo sei aber kein Geschäft möglich. Für Details wie einen konkreten Übernahmepreis sei es aber noch zu früh. Microsoft hatte erstmals Ende Januar eine Übernahme angeboten. Die Yahoo-Spitze lehnte aber sowohl das zunächst 44,6 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) schwere Angebot als auch spätere veränderte Offerten ab.

Icahn will will Verwaltungsrat stürzen

Schon am 1. August könnte Microsoft seinem Ziel einen bedeutenden Schritt näherkommen. Dann will Multimilliardär Icahn bei der Hauptversammlung von Yahoo den Verwaltungsrat bei dessen Neuwahl komplett mit eigenen Vertrauten besetzen lassen. Das Gremium soll dann Yang ablösen und den Weg für Microsoft frei machen. Icahn und Microsoft führten dazu zuletzt nach eigenen Angaben mehrere Gespräche.

Unterbrecher 70-Tage

Offener Brief an Yahoo-Aktionäre

Icahn rief die Yahoo-Aktionäre in einem offenen Brief zur Unterstützung der Pläne auf. Eine Vereinbarung mit Microsoft könne allerdings mindestens neun Monate dauern - angesichts der nötigen Klärung durch die Wettbewerbshüter auch deutlich länger. Wie Icahn hatte eine ganze Reihe von Anteilseignern das Nein von Yahoo-Chef Yang zu der Offerte scharf kritisiert. Gegen den Konzern laufen deshalb auch mehrere Klagen von Aktionären.

Yahoo kooperiert mit Google

Yahoo startete mittlerweile bei Suchanzeigen eine Kooperation mit dem Branchenführer und Rivalen Google. Microsoft will mit einem Kauf von Yahoo! die Vormacht von Google brechen. Yahoo! sprach in den vergangenen Wochen Medienberichten zufolge auch mit möglichen weiteren Partnern, um eine doch noch drohende Übernahme abzuwehren. Zu den potenziellen Verbündeten zählten demnach das Internet-Portal AOL aus dem Time-Warner-Konzern und der Medienmogul Rupert Murdoch mit seinem Unternehmen News Corp. .

Deutliche Gewinne für Yahoo-Aktie

An der Börse reagierte die Yahoo!-Aktie mit deutlichen Gewinnen. Bis Montagmittag kletterte das Papier um fast zwölf Prozent auf 23,88 Dollar. Microsoft-Titel legten dagegen nur ganz leicht auf rund 26 Dollar zu.

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