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Börsengang der Deutsche Bahn: Mehdorn will ordentlichen Aktien-Erlös


Börsengang  

Bahn-Chef Mehdorn will ordentlichen Aktien-Erlös

10.07.2008, 13:31 Uhr | bv, dpa , dpa-AFX , t-online.de

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn (Foto: ddp)Bahn-Chef Hartmut Mehdorn (Foto: ddp) Die Deutsche Bahn will bei ihrer für den Herbst geplanten Teilprivatisierung nicht um jeden Preis am Zeitplan festhalten. "Wir verschenken nichts", sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt". Angesprochen auf das derzeit schwache Börsenumfeld betonte Mehdorn: "Wenn ich nicht einen angemessenen Preis kriege, geht da nichts."

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Sicherer Hafen Bahn-Investment

Der Bahnchef äußerte sich aber optimistisch: "Weltweit schwappen mehrere Hundert Milliarden Dollar und Euro um den Globus, die sich einen sicheren Hafen suchen." Nur weil die Situation generell schwieriger geworden sei, gebe es ja nicht automatisch weniger Geld. Das bundeseigene Unternehmen will im Herbst 24,9 Prozent seiner neuen Tochter DB Mobility Logistics, in der mit Personen-, Güterverkehr und Logistik wesentliche Teile des Geschäfts gebündelt sind, an Anleger verkaufen.

Keine Stilllegung von Strecken

Mehdorn wies Befürchtungen zurück, nach dem Börsengang wegen des Renditedrucks privater Investoren Strecken stillzulegen: "Die Bahn kann keine Strecken stilllegen, darüber entscheidet die öffentliche Hand. Dass einige Regionalpolitiker damit Wahlkampf machen und Großmüttern auf dem Dorf Angst machen, halte ich für sehr gefährlich". Die Investoren bekämen keine Auflistung der einzelnen Strecken mit ihrer Profitabilität. Es gebe immer attraktive und weniger attraktive Strecken, unter dem Strich zähle die Gesamtleistung. Ein großer Teil der Erlöse aus dem Börsengang solle ins Bahnhofsprogramm gehen, ein weiterer ins Lärmsanierungsprogramm, ein dritter in die Beseitigung von Engpässen bei der Bahn.

Bahn momentan nicht Hapag-Lloyd interessiert

Angesprochen auf ein mögliches Interesse der Bahn an der zum Verkauf stehenden TUI-Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd sagte Mehdorn: "Das ist für uns derzeit kein Thema. Wir bereiten gerade den Börsengang vor. Da verbietet es sich, ein weiteres Großprojekt anzustoßen. Im Moment ist da nichts zu machen."

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Institutionelle bekommen die meisten Aktien

Bei ihrem für den Herbst geplanten Börsengang will die Bahn bis zu 90 Prozent der Aktien an institutionelle Anleger abgeben. "Wir haben einen deutlichen Fokus auf internationale institutionelle Investoren, 80 bis 90 Prozent der Emission sollen an sie gehen", sagte Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack am Donnerstag in Frankfurt. Groß angelegte Werbeaktionen seien nicht geplant. "Wir machen keine Kampagne mit Prominenten", sagte Sack. Interessierte Anleger sollten aber durchaus die Möglichkeit zur Zeichnung haben.

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