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Heizölpreise: Heizöl wird bald billiger - besser noch warten


Verbraucher  

Heizöl wird wohl bald billiger - besser noch warten

11.07.2008, 14:11 Uhr | bv / mmr, AFP, t-online.de

Heizöl - mit dem Bunkern besser noch etwas warten (Foto: ddp)Heizöl - mit dem Bunkern besser noch etwas warten (Foto: ddp) Experten rechnen damit, dass die Heizölpreise in den kommenden Monaten sinken. "Wir haben es mit einer Blase zu tun, die irgendwann platzen wird", sagte der Herausgeber des Energie-Informationsdienstes (EID), Heino Elfert. Er rechnet damit, dass es in "zwei bis drei Monaten" soweit sein wird. Auch der Rohstoff-Experte der Commerzbank, Eugen Weinberg erwartet in zwei bis drei Monaten einen Preisrückgang beim Rohöl. Zunächst geht's aber wieder nach oben.

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Heizöl-Preis noch "viel zu hoch"

Elfert empfahl den Verbrauchern, mit dem Kauf von Heizöl auf jeden Fall zu warten. Der Preis ist zwar im Vergleich zur vergangenen Woche um drei Euro auf etwa 95 Euro für 100 Liter gefallen. Er sei aber immer noch "viel zu hoch", sagte Elfert. Rohstoff-Experte Weinberg sagte der "Süddeutschen Zeitung", er rechne mit einem sinkenden Ölpreis, da die USA und Europa von einem Konjunkturabschwung betroffen seien, der bald auch Asien erreichen werde. Die Ölnachfrage sei schon deutlich gesunken und werde das im Lauf des Jahres noch weiter tun.

Prognosen mit kurzem Verfallsdatum

EID-Experte Elfert räumte aber ein, dass Vorhersagen über den Ölpreis "ein riskantes Spiel" seien. Über dem Ölmarkt hänge "nach wie vor der Konflikt mit dem Iran. Wenn da was passiert, können wir alle Prognosen vergessen." Bei den aktuell hohen Preisen sollten Heizöl-Kunden dennoch "nur das Nötigste" bestellen und ansonsten abwarten. Bei einem Preis von 95 Euro pro 100 Liter würden die meisten Verbraucher sowieso "sehr viel geringere Mengen" ordern als noch vor Jahren.

Unterbrecher 70-Tage

Ölpreis klettert wieder

Der EID ermittelt jede Woche in 14 Städten den Preis für Heizöl der besten Qualität bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern. So eine Tankfüllung, die derzeit 2850 Euro koste, könnten viele Kunden gar nicht bezahlen, sagte Elfert. Der Ölpreis lag am Donnerstag stabil bei 136 Dollar pro Barrel (159 Liter), kletterte aber am Freitag bereits wieder auf 145 Dollar (US-Sorte WTI). Die Internationale Energie-Agentur (IEA) schätzt, dass die Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr um jeweils rund ein Prozent steigen wird.

Rekordmarken in Reichweite

Mit dem neuen Ölpreisanstieg rücken die Rekordmarken von 145,85 Dollar (WTI) und 146,69 Dollar (Brent) wieder in den Blick der Märkte. Händler begründeten die zuletzt wieder feste Tendenz der Ölpreise neben weiter bestehenden Sorgen über das globale Ölangebot mit Spannungen im Konflikt um das iranische Atomprogramm. Der Iran - zweitgrößter Ölproduzent der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) - hatte am Mittwoch und Donnerstag mehrere Raketentests durchgeführt. Die USA befürchten, dass der Iran mit seinem Atomprogramm den Besitz von Atomwaffen anstrebt.

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