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Touristik: Machtkampf bei TUI - Großaktionär Mordaschow baut Position aus


Machtkampf bei TUI  

Großaktionär Mordaschow baut Position aus

21.07.2008, 20:59 Uhr | lgs, dpa, dpa-AFX, AFP, t-online.de

TUI-Kataloge (Foto: dpa)TUI-Kataloge (Foto: dpa) Im Machtkampf um die künftige Strategie des Reise- und Logistikkonzerns TUI hat der russische Milliardär Alexej Mordaschow seine Position gestärkt. Der TUI-Großaktionär habe seine Beteiligung um fünf Prozent aufgestockt und halte jetzt 15,03 Prozent der TUI-Aktien, teilte Mordaschows Beteiligungsgesellschaft S-Group mit. Der Zukauf unterstreiche Mordaschows Engagement als langfristiger Investor. Die S-Group bekräftigte in ihrer Mitteilung Mordaschows Position, die TUI-Schifffahrtsparte Hapag-Lloyd müsse im Interesse der Aktionäre verkauft werden. Unterdessen gingen bei der TUI die ersten Angebote für Hapag-Lloyd ein.

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Stärkung des Tourismus-Geschäftes

Ziel der S-Group ist es nach eigenen Angaben, das Tourismus-Geschäft der TUI zu stärken. Dabei unterstütze das Unternehmen nach wie vor den Kurs des Vorstands und des Aufsichtsrates. TUI-Chef Michael Frenzel treibt seit Wochen den Verkauf der Hapag-Lloyd voran, damit sich die TUI künftig auf das Tourismus-Geschäft konzentrieren kann.



Mordaschow und Fredriksen ungefähr gleichauf

Mordaschows aufgestockte Beteiligung und die Ankündigungen der S-Group stärken Frenzel den Rücken. Zwar wehrte sich der TUI-Chef in den vergangenen Monaten zunächst gegen einen Verkauf der Hapag-Lloyd, ließ sich jedoch später vom norwegischen TUI-Großaktionär John Fredriksen umstimmen. Fredriksen verabschiedete sich mittlerweile von den Verkaufsplänen, nachdem der aus seiner Sicht ideale Zeitpunkt für ein solches Geschäft verstrichen war. Der Norweger favorisiert mittlerweile die Neuorganisation des TUI-Konzerns in den beiden Sparten Tourismus und Logistik. Mordaschow und Fredriksen liegen mittlerweise ungefähr gleichauf, was ihre TUI-Anteile angeht. Fredriksen hatte seinen Anteil erst zu Monatsbeginn auf rund 15 Prozent aufgestockt.



Hapag-Lloyd unter dem Hammer

Für die Hapag-Lloyd gingen bei der TUI unterdessen erste Angebote ein, hieß es aus Unternehmenskreisen. Um Mitternacht sollte die Bieterfrist ablaufen. Unter anderem gab eine Gruppe um den früheren Hamburger Finanzsenator Wolfgang Peiner eine Offerte ab. Ziel der "Hamburgischen Seefahrtsbeteiligung "Albert Ballin'" sei es, die Eigenständigkeit der TUI-Reederei-Tochter Hapag-Lloyd auch in Zukunft zu sichern, erklärte Peiner. Das Angebot des Bieterkonsortiums sei wettbewerbsfähig. Neben diesem Angebot erwarten Branchenkreise auch eine Offerte der Reederei Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur. Analysten schätzen den Marktwert von Hapag-Lloyd auf vier bis fünf Milliarden Euro.

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