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Kreditkartenanbieter: American Express leidet unter Folge der Finanzkrise


Kreditkarten  

Finanzkrise: American Express leidet unter Ausfällen

22.07.2008, 18:06 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Gewinneinbruch bei Amex - Bezahlen nicht mehr mit dem guten Namen (Foto: imago)Gewinneinbruch bei Amex - Bezahlen nicht mehr mit dem guten Namen (Foto: imago) Der US-Kreditkartenkonzern American Express (Amex) hat einen unerwartet starken Gewinneinbruch erlitten. Grund sind Ausfälle durch die mit der Kreditkrise verbundenen Konsumflaute. Amex musste allein im zweiten Quartal zusätzliche Rückstellungen in Höhe von rund 600 Millionen Dollar für faule Kredite bilden. Die Aktie geriet unter Druck.

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Überschuss gesunken, Ausblick eingetrübt

Der Überschuss von American Express fiel im zweiten Quartal um 38 Prozent auf 653 Millionen Dollar (ca. 411 Millionen Euro). Die Lage habe sich zuletzt deutlich verschlechtert, sagte Konzernchef Kenneth Chenault. American Express galt wegen seiner relativ zahlungskräftigen Kundschaft lange als widerstandsfähig.

Kreditkrise zieht immer weitere Kreise

Die sich beschleunigende Talfahrt des drittgrößten Kartenanbieters in den USA belegt die Schockwellen der Kreditkrise in immer neue Bereiche der Wirtschaft hinein. Nach dem Immobiliensektor erreichen die Ausfälle vermehrt auch nicht unmittelbar damit zusammenhängende Bankgeschäfte. US-Verbraucher haben in der Regel mehrere Kreditkarten, deren Saldo sie nicht monatlich ausgleichen, sondern in Teilbeträgen abzahlen. Der Rest wird verzinst. Damit sind US-Kreditkarten häufig der Einstieg in eine Schuldenfalle, deren Zuschnappen sich auch negativ beim Kartenanbieter bemerkbar macht. Die Verbraucher können in einem vergleichbaren Verfahren wie der Privatinsolvenz ihren Bankrott erklären und müssen dann unter Umständen nicht alle Schulden zurückzahlen.

Keine Chance auf bisheriges Gewinnziel

Wegen des starken Gewinneinbruchs hat American Express seine Prognose für das laufende Jahr einkassiert. Das bisherige Gewinnziel mit einem Plus von vier bis sechs Prozent könne voraussichtlich nicht mehr erreicht werden, räumte Chenault ein. American Express verfehlte mit der Warnung und den Ergebnissen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie geriet massiv unter Druck. Binnen eines Jahres verlor sie mehr als ein Drittel.

Rückstellungen steigen weiter

Zu weiteren Rückstellungen von 600 Millionen Dollar kamen neue Wertberichtigungen von 136 Millionen Dollar. Auch ein positiver Steuereffekt von mehr als 100 Millionen Dollar konnte die Belastungen nicht ausgleichen.

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