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"Heuschrecke" KKR hält Kurs auf die Wall Street


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"Heuschrecke" KKR hält Kurs auf die Wall Street

28.07.2008, 15:22 Uhr | sky, dpa-AFX

KKR-Filliale (Foto: dpa)KKR-Filliale (Foto: dpa) Die US-Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) will an die Börse. Die Notierung soll durch die Übernahme der bereits in Amsterdam notierten Tochter KKR Private Equity Investors (KPE) erfolgen, teilte KKR in Guernsey mit. Geplant sei dann ein Börsenlisting an der New York Stock Exchange unter dem Börsenkürzel KKR. Das Unternehmen war in Deutschland vor Jahren als “Heuschrecke“ in die Kritik geraten.

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Kein öffentliches Angebot

Laut Medienberichten könnte die Firma an der Wall Street mit 12 bis 15 Milliarden Dollar bewertet werden. KKR hatte im vergangenen Jahr bereits Börsenpläne geäußert, die dann aber wegen der Finanzkrise auf Eis gelegt wurden. Bei dem nun gewählten Verfahren wird es kein öffentliches Angebot geben. KKR übernimmt KPE und damit auch den Börsenmantel.

 

Aktien bleiben bei den Eignern

An der verschmolzenen Gesellschaft werden dann 79 Prozent der Anteile die KKR-Eigentümer halten und die restlichen 21 Prozent bei KPE liegen. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Bis dahin werden auch die KPE-Aktien noch in Amsterdam gehandelt, anschließend aber von der Börse genommen werden. Begleitet wird der Börsengang von den Investmentbanken Citigroup, Lazard, Goldman Sachs und Morgan Stanley.

Besitzer von ProSiebenSat.1

Mit dem Vorhaben erlange die Gesellschaft eine breitere Plattform für seine Geschäfte und eine größere Kapitalbasis, erklärten die KKR-Gründer Henry Kravis und George Roberts die Vorzüge. KKR verwaltete eigenen Angaben zufolge zum Stichtag 30. Juni Anlagen im Wert von etwa 60,8 Milliarden Dollar. In Deutschland ist KKR unter anderem am TV-Konzern ProSiebenSat.1 , am Gabelstapler-Hersteller Kion und an der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU) beteiligt.

Heuschrecken-Stigma durch Müntefering

KKR geriet im Frühjahr 2005 in die Schlagzeilen, als der damalige SPD-Chef Franz Müntefering KKR als gierige “Heuschrecke“ bezeichnete. Die Kritik bezog sich auf die zusammen mit der US-Bank Goldman Sachs vorgenommene Übernahme des Elektronik- und Geldautomatenherstellers Wincor Nixdorf. Die Firma wurde 2004 an die Börse gebracht. Münteferings Kritik: Von dem Erlös durch den Börsengang in Höhe von 350 Millionen Euro blieben der Firma selbst nur 125 Millionen, den Rest von 225 Millionen steckten KKR und Goldman Sachs ein. In den Jahren zwischen Übernahme und Börsengang ließen sich die Gesellschafter zudem Beteiligungen von 160 Millionen Euro auszahlen.

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