Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Rohstoffe >

Philippinische Polizei tankt bei McDonald's


Hohe Spritpreise  

Philippinische Polizei tankt bei McDonald's

30.07.2008, 14:28 Uhr | mmr, AFP , t-online.de

Manila-Polizei tankt künftig Altfett (Foto: AFP)Manila-Polizei tankt künftig Altfett (Foto: AFP) Die horrenden Benzinpreise haben die philippinische Polizei auf eine clevere Spar-Idee gebracht: Sie betankt ihre Streifenwagen im Geschäftsviertel Makati der Hauptstadt Manila künftig mit einem Gemisch aus Diesel und gebrauchtem Speiseöl der Fast-Food-Kette McDonald's, wie der dortige Polizeichef Gilbert Cruz am Dienstag sagte. Mit dem Mix aus 40 Prozent Diesel und 60 Prozent Frittierfett im Tank sei bereits ein Polizeiauto in der Hauptstadt unterwegs. Die Regierung prüfe nun, ob sich die Umrüstung weiterer Fahrzeuge lohne.

Geheimstudie - Biodiesel als Preistreiber für Lebensmittel?
Chronologie - Entwicklung der Spritpreise seit 1950
10 Tipps - So sparen Sie Benzin
Animierte Grafik - Benzinpreise in Europa
Spritpreise - Diskutieren Sie dieses Thema im Forum


Beide Seiten profitieren

Für Cruz steht der Erfolg nicht in Frage. Er spricht von einer "Win-Win-Situation" für beide Seiten: Das gebrauchte Öl der Schnellrestaurants werde wiederverwendet und die Polizei spare mit dieser Art von Biodiesel Geld, betonte er. Neben McDonald's hätten auch andere Restaurants bereits ihre Bereitschaft signalisiert, altes Öl der Polizei zu spenden.



Ölpreise befinden sich in Korrekturphase

Die Ölpreise sind unterdessen weiterhin auf dem Rückzug. So fiel der US-Ölpreis von seinem Rekordstand bei gut 147 Dollar je Barrel Mitte Juli auf etwa 121 Dollar am Dienstag-Nachmittag zurück. (Hinweis der Redaktion: Der WTI-Öl-Chart war beim Chartdaten-Lieferanten in den vergangenen Tagen gestört. Wir bitten um Entschuldigung. Der Kurs wird wieder aktuell angezeigt.)
Manch Experte sieht bereits eine Trendwende kommen. Andere Stimmen glauben daran jedoch nicht. Kurz- bis mittelfristig sei zwar von einer Konsolidierung am Rohstoffmarkt auszugehen. Der langfristige Aufwärtstrend der Preise sei indes ungebrochen. Angesichts der "Übertreibungsphase" an den Rohstoffmärkten bis Mitte Juli kommt die jüngste Kurskorrektur für die UniCredit-Volkswirte nicht überraschend. Von einem weltweiten Nachfrage-Rückgang könne aber keine Rede sein - wenngleich die Rohstoffnachfrage, vor allem aus den USA und Europa, künftig schwächer ausfallen dürfte. Die immer noch kräftige Nachfrage aus dem asiatischen Raum und dem Nahen Osten werde den Nachfragerückgang der Industrieländer aber vermutlich kompensieren.



CoBank: Trendwende am Ölmarkt hat begonnen

Die Commerzbank sieht indes eine Trendwende zumindest am Ölmarkt bereits eingeleitet. So neige die Ölnachfrage in den OECD-Ländern, allen voran in den USA, schon seit einigen Monaten zur Schwäche, unterstreichen die Commerzbank-Experten. "Fels in der Brandung" sei zwar die noch robuste Nachfrage aus den Schwellenländern, insbesondere aus China. Allerdings dürften jüngste Maßnahmen wie staatliche Preiserhöhungen bei Energie und Produktionskürzungen in der Industrie auch in Schwellenländern zu einer merklich sinkenden Energienachfrage führen. Darüber hinaus sollte die weitere Rückführung staatlicher Subventionen von Energiepreisen in China und anderen Schwellenländern die Ölnachfrage verringern.

OPEC-Präsident optimistisch - Ölpreise werden langfristig fallen
Übersicht -
Heizöl bald billiger - Mit dem Öl-Kauf noch ein paar Wochen warten (11.07.08)

Ölpreise sinken zum Jahresende

Die HSH Nordbank gibt sich zumindest auf kurze Sicht verhaltener als die Commerzbank. Nach den starken Preisrückgängen am Ölmarkt sehen die HSH-Volkswirte kurzfristig keine markant sinkenden Preise. Sie begründen dies unter anderem mit geopolitischen Spannungen, etwa mit dem anhaltenden Atomkonflikt zwischen Westen und dem Iran über dessen Atomprogramm. Erst zum Jahresende hin seien weitere Preisrückgänge zu erwarten. Die HSH Nordbank sieht den Ölpreis wie die Commerzbank Ende 2008 bei rund 110 Dollar je Barrel. Für Mitte 2009 rechnet die Commerzbank dann mit einem Abgleiten des Ölpreises unter die "magische Grenze" von 100 Dollar.

Mehr zum Thema:
Investition - Araber stecken Milliarden in Ölproduktion
Übersicht -
Unternehmer - Teures Öl hilft Standort Deutschland
IEA - Experten glauben nicht an günstiges Öl

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal