Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Automobilindustrie: BMW schockt mit Gewinnwarnung die Anleger


Automobil-Industrie  

BMW schockt Anleger

01.08.2008, 18:13 Uhr | lgs, dpa, t-online.de

BMW senkt Gewinnprognose. (Foto: ddp)BMW senkt Gewinnprognose. (Foto: ddp) Nach Daimler hat jetzt auch BMW wegen des schwierigen Marktumfelds seine Gewinnprognose deutlich gekappt und rechnet auch mit einem "anspruchsvollen" Jahr 2009. Das bisherige Ziel eines Gewinns vor Steuern von mindestens 3,78 Milliarden Euro gelte nicht mehr, sagte ein BMW-Sprecher am Freitag. BMW gab kein neues Gewinnziel für 2008 mehr an, sondern teilte lediglich mit, dass die Umsatzrendite vor Steuern bei mehr als vier (Vorjahr: 6,7) Prozent liegen werde. Gemessen an der Absatzprognose und dem daher nicht stark zu erwartenden Umsatzplus im laufenden Jahr wird der Gewinn vor Steuern im laufenden Jahr Berechungen zufolge bei rund 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro liegen. Vergangene Woche hatte Daimler sein Gewinnziel gesenkt und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. Das BMW-Papier sank am Vormittag auf den tiefsten Stand seit 2003.

VW, Audi & Co. - Deutschlands wertvollste Marken
Ranking - Die größten Fusionen
Foto-Show - Die größten Fehler und Pechsträhnen bei Daimler
Fortune-Ranking - Die größten Konzerne weltweit

Deutlicher Gewinneinbruch

"Das Umfeld der Automobilindustrie hat sich durch die deutlich steigenden Öl- und Rohstoffpreise, die Schwäche des US-Dollar und die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise sowie die schwächere Konjunktur in den USA im zweiten Quartal nochmals massiv eingetrübt", teilte BMW mit. "In der Folge blieben auch die dortigen Preise für Gebrauchtwagen und damit die Erlöse für Fahrzeuge, die aus Leasing-Verträgen zurückkamen, weiter unter Druck." BMW habe daher die Risikovorsorge weiter erhöht. Der Gewinn im ersten Halbjahr brach daher deutlich ein. Vor Steuern verdiente BMW bis Ende Juni mit 1,24 Milliarden Euro 35 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Große Herausforderungen im kommenden Jahr

BMW-Chef Norbert Reithofer sagte, dass auch 2009 ein "anspruchvolles Jahr mit großen Herausforderungen" werde. "Das makroökonomische Umfeld in der Automobilindustrie dürfte sich aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr nicht verbessern", sagte er. 2010 dürften sich die dann die positiven Effekte aus dem Sparprogramm bemerkbar machen. Die Umsatzrendite soll dann bei mehr als sechs Prozent liegen. Im Kernsegment Automobile peilt BMW für 2010 eine Rendite auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von knapp sechs Prozent oder besser an. Die Ziele für 2010 sind neu. Unverändert gelte für 2012 die Prognose im Automobilereich, eine EBIT-Marge von acht bis zehn Prozent zu erreichen.



Stellenabbau belastet Ergebnis

Im ersten Halbjahr stieg der BMW-Umsatz um 4,5 Prozent auf 27,84 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite lag damit in den ersten sechs Monaten bei knapp 4,5 Prozent nach 7,2 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente BMW mit 994 Millionen Euro rund 26 Prozent weniger als vor einem Jahr. BMW musste die Vorsorge für Restwertrisiken und Kreditausfälle im zweiten Quartal um 459 Millionen Euro auf 695 Millionen Euro aufstocken. Zudem belastete der angekündigte Stellenabbau das Ergebnis im ersten Halbjahr mit 107 Millionen Euro. Ohne diese Effekte wäre die Umsatzrendite leicht gestiegen. Neben den genannten Problemen kämpft BMW mit hohen Rohstoffpreisen und dem starken Euro.


Neuer Geländewagen wird nicht gebaut

Gleichzeitig hat der Autobauer hat seine Pläne für eine nochmalige Erweiterung seiner Geländewagen-Familie begraben. "Wir wollten einen X7 bauen. Den haben wir diese Woche im Vorstand beerdigt", sagte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer in einer Telefonkonferenz. BMW hatte mit dem Pendant zum 7er seine Palette an Geländewagen nach oben abrunden wollen. Bislang sind der X5, der kleinere X3 und die Coupe-Variante X6 zu haben. Die Einführung des Mini-Geländewagens X1 ist für 2009 geplant.

Auto-Portal - Facelift für BMW M3 & Co.
VW, Audi & Co. - Deutschlands wertvollste Marken
Ranking - Die größten Fusionen
Marktberichte - Was machen DAX, TecDAX, Dow Jones und Nikkei?
Euro, Dollar, Pfund -
Mit Devisen handeln - Trainieren Sie zuvor mit kostenlosem Demokonto

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
70 Jahre: jede Woche neue Geburtstagsdeals entdecken
jetzt auf otto.de
Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal