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Lufthansa-Gratisflug: Bsirske räumt Fehler ein und will nachzahlen


Gratisflug-Affäre  

Bsirske räumt Fehler ein und will nachzahlen

05.09.2008, 14:08 Uhr | bv, AFP, dpa, t-online.de

Will Gratisflug jetzt bezahlen: Ver.di-Chef Frank Bsirske (Foto: imago)Will Gratisflug jetzt bezahlen: Ver.di-Chef Frank Bsirske (Foto: imago) Die Kritik an seinem Gratisflug mit der Lufthansa ist bei Ver.di-Chef Frank Bsirske angekommen. Er räumte ein, einen Fehler gemacht zu haben, und will den Flug für sich und seine Frau nachträglich bezahlen. Das kündigte Bsirske in der "Bild"-Zeitung an. #

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"Brisanz unterschätzt"

Bsirske sagte dem Blatt, er sei "im Rahmen der für alle Aufsichtsratsmitglieder der Lufthansa geltenden Regelungen" nach Los Angeles geflogen. Und weiter: "Ich habe allerdings die Brisanz, die dieser Flug in der öffentlichen Wahrnehmung ausgelöst hat, unterschätzt. Das war falsch."

Bsirske will Gratisflug bezahlen

Der Gewerkschaftschef erklärte außerdem: "Ich habe daher das Büro des Aufsichtsrats gebeten, mir die Kosten des Flugs vollständig in Rechnung zu stellen." Bsirske zeigte seine Verwunderung darüber, dass offenbar für Arbeitnehmervertreter andere Maßstäbe gelten als für Anteilseigner: "Das Kontingent an Freiflügen steht allen Aufsichtsratsmitgliedern der Lufthansa AG zu - den Vertretern der Arbeitnehmer und Anteilseigner gleichermaßen. Es wird hier aber offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen. Es ist eben nicht dasselbe, wenn zwei das Gleiche tun."

Kostenlos mit Gattin nach Los Angeles

Die "Bild"-Zeitung hatte am Freitag berichtet, dass Bsirske, der stellvertretender Aufsichtsratschef der Lufthansa ist, zusammen mit seiner Frau einen Gratisflug erster Klasse nach Los Angeles mit der Lufthansa in Anspruch genommen hat. Von Los Angeles aus flogen die Bsirskes demnach dann auf eigene Kosten weiter zu ihrem endgültigen Urlaubsort in der Südsee.

Kritik aus Politik und den eigenen Reihen

Kurz nach dem Flug hatte der Streik bei der Lufthansa begonnen, zu dem Bsirskes Gewerkschaft Ver.di im Tarifkonflikt mit der Fluglinie aufgerufen hatte. Mehrere Politiker aus Union und FDP forderten Bsirske in diesem Zusammenhang zum Rücktritt auf. Kritik kam aber auch aus der Gewerkschaft selbst.

Murren über Streik-Ergebnis

Auch das Ergebnis des Lufthansa-Streiks hat bei vielen Ver.di-Mitgliedern Unmut ausgelöst. Die Gewerkschaft habe den Streik zu früh abgebrochen, zu einem Zeitpunkt, da er gerade begonnen habe, Wirkung zu zeigen. Den Kritikern ist auch der erreichte Tarifabschluss zu gering. Er reiche nicht aus, um die erlittenen Reallohnverluste der vergangenen Jahre und die jüngsten Preissteigerungen auszugleichen. Die Ver.di-Mitglieder sollten sich deshalb in der Urabstimmung gegen den neuen Tarifvertrag aussprechen, hieß es.

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