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Sony BMG: Bertelsmann verkauft Musiksparte an Sony


Bertelsmann  

Bertelsmann verkauft Musiksparte an Sony

06.08.2008, 08:10 Uhr | oca, dpa-AFX

Sony-BMG-Firmensitz in München. (Foto: dpa)Sony-BMG-Firmensitz in München. (Foto: dpa) Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann steigt aus dem Musikgeschäft weitgehend aus. Bertelsmanns 50-Prozent-Beteiligung an dem 2004 gegründeten Partnerunternehmen Sony BMG, dem weltweit zweitgrößten Musikunternehmen, werde an Sony verkauft, teilten beide Unternehmen mit. Über den Kaufpreis hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart, sagte ein Bertelsmann-Sprecher auf Nachfrage.

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Kreise sprechen von 900 Millionen US-Dollar

Nach dpa-AFX-Informationen aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen erhält Bertelsmann für seine Hälfte an Sony BMG insgesamt 900 Millionen US-Dollar, davon 600 Millionen in bar und 300 Millionen aus der Sony-BMG-Bilanz. Bertelsmann bewerte die Transaktion allerdings mit 1,5 Milliarden Dollar, da sie den Güterslohern Steuervorteile bringe sowie längerfristige Fertigungs- und Wartungsverträge mit Sony beinhalte, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die "Financial Times" hatte im Juni berichtet, dass Bertelsmann für seine Beteiligung zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden US-Dollar erzielen wolle.

Zustimmung zum Ausstieg steht noch aus

Den offiziellen Angaben zufolge wird das Unternehmen mit Sitz in New York künftig unter dem Firmennamen Sony Music Entertainment Inc. firmieren. Allerdings stehe die Transaktion noch unter bestimmten Vorbehalten, wie kartellrechtlichen Genehmigungen in verschiedenen Ländern, hieß es.

Musik passt ins Portfolio von Sony

Der neue Bertelsmann-Vorstandschef Hartmut Ostrowski hatte den Musikbereich bei seinem Amtsantritt im Dezember vergangenen Jahres als wachstumsschwach definiert und ihn zunächst einer Überprüfung unterzogen. Diese mündete nun in den Verkauf der Anteile an Sony BMG. Dagegen passe die Musik ins Portfolio des japanischen Unterhaltungsriesen. "Wir können den Verbrauchern so ein umfassendes Unterhaltungsangebot unterbreiten", sagte Sony-Chef Howard Stringer.



Musikgeschäft wird neu definiert

Die Musikbranche unterliegt seit langer Zeit einem Strukturwandel. Der Verkauf von CDs und DVDs verliert stetig massiv an Marktanteilen. Die Einbußen werden durch den zunehmenden Verkauf von Musik über das Internet sowie durch alternative Geschäftsmodelle nur zum Teil aufgefangen. Das vom früheren Bertelsmann-Manager Rolf Schmidt-Holtz geführte Joint Venture Sony BMG hatte nach Sony-Angaben im ersten Halbjahr 2008 erneut Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

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