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Aktienmarkt: Sinkender Ölpreis beflügelt Aktien


AKTIEN-RALLY  

Sinkender Ölpreis beflügelt Aktien

05.08.2008, 19:58 Uhr | sky, dpa-AFX, t-online.de

Sinkender Ölpreis - steigende Aktien (Foto:ddp)Sinkender Ölpreis - steigende Aktien (Foto:ddp) Kräftig sinkende Ölpreise, gute Unternehmensnachrichten aus Deutschland und positive Vorgaben von der Wall Street haben die deutschen Aktien kräftig ins Plus gehoben. Der DAX schloss mit einem Plus von 2,66 Prozent bei 6.518,70 Zählern und setzte sich damit deutlich vom Tagestief bei 6.342 Punkten ab. Der MDAX verabschiedete sich nach anfänglichen Verlusten ebenfalls im Plus und gewann 0,99 Prozent auf 8.129,78 Zähler. Der TecDAX gewann 1,87 Prozent auf 761,78 Punkte.

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Öl auf Dreimonatstief

Vor allem der fallende Ölpreis sorgte für gute Stimmung, erläuterte Mathias Schölzel, Vice President Global Equity Derivates bei der Deutschen Bank, im Gespräch mit t-online.de/wirtschaft: "So eine Rallye hatten wir schon lange nicht mehr gesehen“. Die wichtigsten Ölsorten notierten an ihrem Dreimonatstief: So fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zeitweilig unter 117 Dollar, der US-Rohölpreis notierte zuletzt bei 119,91 Dollar, das waren gut zwei Dollar weniger als am Vortag. Günstiges Öl schlägt sich positiv auf den Konsum nieder – die Verbraucher haben mehr Geld zum Einkauf übrig, wenn sie weniger für das Tanken ausgeben müssen.

Warten auf die Fed

Ein anderer Händler ergänzte: "Die Ölpreise sind gestern schon gefallen, am Markt hatte dem aber noch niemand Rechnung getragen. Nun holt die Börse das nach". Zudem seien die Finanzwerte europaweit sehr fest. Zahlreiche MDAX-Unternehmen gewährten ein Blick in ihre Zwischenbilanz. Zudem warten die Börsianer gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Abend. Die Notenbanker dürften Analysten zufolge den Leitzins bei 2,00 Prozent belassen. Niedrigere Zinsen schieben die Wirtschaft an, da Unternehmen dann günstigere Kredite für Investitionen aufnehmen können.


Gute US-Konjunkturdaten

Auch positive Konjunkturdaten aus den USA brachten die Aktien in den USA und in Deutschland kräftig nach vorne: Das Institute for Supply Management (Institut für Angebots-Management) meldete, dass der Index für den Dienstleistungs-Sektor im Juli auf 49,5 Zähler stieg, im Juni hatte das Barometer bei 48,2 Punkten gelegen. Somit fiel der Stimmungsindikator besser als erwartet aus: Analysten hatten im Schnitt 49,0 Punkte erwartet. Der Dow-Jones-Index kletterte im frühen Handel um 1,43 Prozent auf 11.445,03 Zähler. Damit gerieten die Warnungen von Alan Greenspan, des ehemaligen Chefs der US-Notenbank Federal Reserve, in den Hintergrund: Greenspan hatte die Finanzmarktkrise als Jahrhundertereignis bezeichnet.

Adidas überrascht positiv

Im DAX stiegen Adidas nach überraschend guten Zahlen zwischenzeitlich mit plus 6,41 Prozent auf 40,83 Euro an die Indexspitze. Ingbert Faust, Analyst bei equinet, sprach von einem 'starken Quartalsergebnis'. Positiv hob er vor allem die Brutto- und die operative Marge hervor. Das Unternehmen profitierte unter anderem von der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz.



Infineon ziehen davon

Infineon Technologies stiegen nach einem positiven Analystenkommentar um 6,18 Prozent auf 5,33 Euro. Händler verwiesen auf eine Studie der Deutschen Bank, in der die Analysten die Beobachtung mit der Einstufung 'Buy' und einem Kursziel von 7,00 Euro beginnen. Die momentan geringe Profitabilität des Technologiekonzerns dürfte sich in den kommenden zwölf Monaten dank eines Restrukturierungsprogramms und der Kehrtwende im Bereich Wireless erholen, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer der Studie.

Heideldruck besser als erwartet

Der weltgrößte Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck hatte das erste Geschäftsquartal nach endgültigen Zahlen wie erwartet mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen. Die Zahlen seien insgesamt aber etwas besser ausgefallen als erwartet, sagte ein Händler. Vor allem der Nettoverlust sei nicht so hoch ausgefallen wie befürchtet. Die Aktien stiegen um 2,61 Prozent auf 11,80 Euro.

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