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Automobilindustrie: Daimler fürchtet feindliche Übernahme


Automobilindustrie  

Daimler arbeitet mit Deutschen Bank an Abwehrplan

06.08.2008, 23:45 Uhr | sky, dpa

Daimler rüstet sich zur Abwehrschlacht (Foto: dpa)Daimler rüstet sich zur Abwehrschlacht (Foto: dpa) Der Autobauer Daimler fürchtet den Einstieg eines unerwünschten Großinvestors: Um sich davor zu schützen, feilt der Autobauer nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ (FTD) mit der Deutschen Bank an einer Abwehrstrategie. Demnach steht die Suche nach einem “Ankerinvestor“ ganz oben auf der Prioritätenliste, berichtet das Blatt. Hauptgrund für die Angst vor dem Aufkauf ist der gesunkene Aktienkurs, der das schlechter laufende Geschäft widerspiegelt. Genau deswegen konkretisierte Daimler nun die Kürzung der Produktion.

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Kuwait signalisiert Interesse

Die Rolle eines wichtigen defensiven Investors könnte das Emirat Kuwait einnehmen, das mit einem Anteil von 7,6 Prozent der einzige nennenswerte Anteilseigner bei den Stuttgartern ist. Der Finanzminister des Landes hat nach Angaben des Blatts bereits Interesse an einer Ausweitung des Engagements signalisiert. Daimler wollte den Bericht nicht kommentieren.

Zu hoher Streubesitz

Hintergrund für die Spekulationen sind der massiv gesunkene Aktienkurs und Börsenwert des Autobauers sowie das Fehlen eines Großaktionärs. Zuletzt war über den Einstieg des schwedischen Finanzinvestor Cevian Capital bei den Stuttgartern spekuliert worden. Daimler-Aktien reagierten mit einem Plus von drei Prozent auf die neuerlichen Marktgerüchte.

Einschnitte in der Produktion

Derweil kündigte Daimler an, bis zum Jahresende 45.000 Fahrzeuge weniger zu  produzieren. Die Einschnitte sollen die S- und E-Klasse sowie sportliche Geländewagen betreffen, bestätigte ein Unternehmenssprecher. Die Betriebsvereinbarungen mit den beiden betroffenen Standorten Untertürkheim und Bremen seien Anfang dieser Woche abgeschlossen worden. Weitere betroffene Werke seien Sindelfingen und Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. Auch in den kleineren Standorten in Berlin und Hamburg sollen die Bänder zeitweise stillstehen.

Große Wagen weniger gefragt

Daimler hatte die Drosselung der Produktion bereits bei seiner Gewinnwarnung vor zwei Wochen angekündigt, zunächst aber keine genaue Zahl genannt. In den Medien war bisher nur von 40.000 Fahrzeugen weniger die Rede. Daimler habe seine Planungen "aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst", sagte der Sprecher. Konkreter Grund für die Reduzierung der Produktion bei den genannten Typen ist demnach der hohe Benzinverbrauch sowie die zu erwartende steigende Besteuerung für Geländewagen. Trotz der Drosselung halte Daimler aber weiterhin an seinem Ziel fest, im Gesamtjahr den Pkw-Absatz gegenüber dem Vorjahr zu verbessern, fügte der Sprecher hinzu.

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