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Pilotenstreik bei Lufthansa-CityLine zu Ende


Arbeitskampf  

Pilotenstreik bei Lufthansa-CityLine zu Ende

08.08.2008, 16:20 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Lufthansa - Pilotenstreik geht zu Ende (Foto: dpa)Lufthansa - Pilotenstreik geht zu Ende (Foto: dpa) Der Pilotenstreik bei der Lufthansa-Tochter CityLine ist am Freitagmittag wie geplant zu Ende gegangen. Als Folge des 36-stündigen Arbeitskampfes fielen nach Lufthansa-Angaben 500 Flüge aus, davon 140 am Freitag. "Im Laufe des Nachmittags wird sich der Flugbetrieb bei CityLine normalisieren", sagte ein Unternehmenssprecher. Der Tarifkonflikt zwischen den Piloten des Tochterunternehmens und der Lufthansa ist weiter festgefahren. Gewerkschaft und Arbeitgeber forderten am Freitag von der jeweils anderen Seite ein Signal.

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Gewerkschaft Cockpit fordert Signal

Die Gewerkschaft werde der Lufthansa nun Zeit geben, den Streik zu bewerten, sagte Ilona Ritter, Leiterin Tarifpolitik bei der Pilotenvereinigung Cockpit (VC): "Das Signal, dass unsere Piloten geschlossen für ihre Forderungen eintreten, ist rübergekommen." Die Arbeitgeberseite müsse nun "zeitnah" ein neues Angebot vorlegen, auf eine genaue Frist wollte sich die Sprecherin nicht festlegen.

Piloten mit bisherigem Angebot unzufrieden

Die Pilotenvereinigung wirft der Lufthansa vor, bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt zu haben. Die CityLine-Geschäftsführung hatte zuletzt 5,5 Prozent mehr Geld bei 18 Monaten Laufzeit sowie eine Einmalzahlung von 5000 bis 7000 Euro angeboten. "Wir haben ein attraktives Angebot auf den Tisch gelegt, das Luft nach oben lässt und sind bereit, einen Schlichterspruch zu akzeptieren", sagte ein Lufthansa-Sprecher dazu.

Lufthansa fordert neue Verhandlungen

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte die streikenden Piloten aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er, solche Aktionen gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze bei der Lufthansa.

"Piloten sägen am eigenen Ast"

Die Streikenden forderte er auf, ihr Gehaltsniveau und ihre Arbeitsbedingungen mit denen der Konkurrenz zu vergleichen. "Sie verdienen bereits in der Größenordnung 20 bis 25 Prozent mehr als vergleichbare Piloten im Regionalverkehr." Angesichts "unüberhörbarer Alarmglocken" in der Luftfahrtbranche sägten die Piloten mit ihrem Streik "an dem Ast, auf dem sie sitzen", sagte Mayrhuber dem Blatt.

Problem konkurrierender Gewerkschaften

Bei den Passagieren entschuldigte sich der Konzernchef und versprach, alles zu unternehmen, um die Folgen des Streiks möglichst gering zu halten. Mit Blick auf die unterschiedlichen Tarifauseinandersetzungen bei der Lufthansa ist Mayrhuber besorgt über die wachsende Zahl konkurrierender Fachgewerkschaften. Hier bestehe für die Politik "dringender Handlungsbedarf". "Wir brauchen Regeln, wie innerhalb der Tarifautonomie und Koalitionsfreiheit Konflikte konkurrierender Gewerkschaften gelöst werden können", forderte Mayrhuber. Sonst würden sich künftig die Forderungen einzelner Berufsgruppen wie zuletzt bei der Bahn und jetzt bei der Lufthansa "in vielen weiteren Unternehmen gegenseitig hochschaukeln".

Immer noch Auswirkungen des alten Streiks

Zusätzlich zu den Flugausfällen bei CityLine habe die Lufthansa weitere 40 Flüge streichen müssen, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Dabei habe es sich noch um Nachwirkungen des fünftägigen Streiks des Boden- und Teilen des Kabinenpersonals in der vergangenen Woche gehandelt. Auch hier sei jedoch in den kommenden Tagen mit einer Normalisierung zu rechnen.

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