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Daimler: Scheichs stocken Aktien-Anteile auf


Auto-Konzern  

Magazin: Scheichs stocken Daimler-Anteil auf

11.08.2008, 16:45 Uhr | sky, dpa-AFX

Daimler-Niederlassung in Abu-Dhabi (Foto: imago)Daimler-Niederlassung in Abu-Dhabi (Foto: imago) Daimler erhält offensichtlich den erhofften neuen Großaktionär: Der größte Staatsfonds der Welt, ADIA aus dem Emirat Abu Dhabi, will nach Informationen des Magazins "Focus" womöglich bei Daimler einsteigen. Wie das Nachrichtenmagazin aus Konzernkreisen erfahren haben will, bekundeten die arabischen Öl- Milliardäre aus Abu Dhabi ihr Interesse an einem Investment bei dem Autobauer. Auch Kuwait wolle seinen Anteil aufstocken.

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Staatsfonds auf der Lauer

Über ihren Staatsfonds ADIA, der laut Expertenschätzungen mehr als 500 Milliarden Euro verwalten soll, wollten die Scheichs ein größeres Aktienpaket kaufen, berichtete die Zeitung. Eine Daimler-Sprecherin sagte dazu auf Anfrage: "Zu Investoren und potenziellen Investoren äußern wir uns nicht, wenn sie unter der Meldeschwelle liegen."

Willkommener Investor

Der mögliche Einstieg trifft laut "Focus" auf große Zustimmung von Daimler-Chef Dieter Zetsche, der angesichts des niedrigen Börsenkurses und eines fehlenden Schutzes durch Großaktionäre derzeit Angriffe unliebsamer Finanzinvestoren fürchte. Deshalb sollen Daimler-Manager inzwischen auch Gespräche mit den Arabern aufgenommen haben. Daneben will nach "Focus"-Informationen der bislang einzige Großaktionär, das Emirat Kuwait, seinen Anteil von derzeit 7,6 Prozent weiter aufstocken.

Spekulationen verdichten sich

Vorige Woche hatten sich die Spekulationen um einen möglichen neuen Großaktionär verdichtet: Da Daimler den Einstieg eines unerwünschten Großinvestors fürchte, feilt der Autobauer nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ (FTD) mit der Deutschen Bank an einer Abwehrstrategie. Demnach steht die Suche nach einem “Ankerinvestor“ ganz oben auf der Prioritätenliste, berichtete das Blatt. Hauptgrund für die Angst vor dem Aufkauf sei der gesunkene Aktienkurs. Außerdem bereite der hohe Streubesitz Sorgen. Zuvor war schon über den Einstieg des schwedischen Finanzinvestor Cevian Capital bei den Stuttgartern spekuliert worden.

Analyst hält Einstieg für möglich

Ein Einstieg eines neuen Großinvestors sei durchaus möglich, kommentierte Jürgen Pieper, Analyst des Bankhauses Metzler, im Gespräch mit t-online.de/wirtschaft. Wahrscheinlich sei Abu Dhabi nur eine von vielen Adressen, die derzeit überlege, die Daimler-Aktie zu kaufen. Denn auf dem aktuellen Niveau und angesichts des hohen Free Floats von rund 93 Prozent sei der Titel für jeden Großinvestor interessant. Daimler sei der einzige Konzern von Bedeutung, bei dem diese Ausgangslage existiere. Pieper betonte, er selbst habe vom Einstieg eines eventuellen unverwünschten Investors noch nichts gehört.

Kursziel 48 Euro

Im Übrigen sei die Aktie auf Sicht von 12 bis 18 Monaten unterbewertet, erläuterte Piper weiter. Das von ihm vor rund einem Monat ausgegebene Kursziel von 43 Euro sei mittlerweile erreicht. Nun gebe es noch Luft nach oben bis 48 Euro. Auf Sicht von sechs Monaten warnte Pieper jedoch vor Belastungen durch ein schwieriges Umfeld: Wegen der wirtschaftlichen Abkühlung gehe die Nachfrage in Europa, den USA und auch in den Schwellenländern zurück. Die bisherigen Belastungsfaktoren Dollar und Öl blieben bestehen, die aktuelle Entspannung sei möglicherweise nicht nachhaltig.

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