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Arbeitsmarkt: Experten rechnen mit sinkenden Stellenangeboten


Arbeitsmarkt  

Erste Schatten auf deutschem Arbeitsmarkt

26.09.2008, 18:11 Uhr | oca, t-online.de

Abflauende Konjunktur trifft allmählich den Arbeitsmarkt. (Foto: ddp)Abflauende Konjunktur trifft allmählich den Arbeitsmarkt. (Foto: ddp) Die Konjunkturabschwächung wirft nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern erste Schatten auf den deutschen Arbeitsmarkt. So rechnet das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in den kommenden Monaten mit einer sinkenden Arbeitskräfte-Nachfrage. "Auf mittlere Sicht wird das Stellenangebot voraussichtlich weiter abnehmen", stellte das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer veröffentlichten Analyse fest.

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Unternehmen planen zurückhaltender

Bei einer Befragung von 8000 Betrieben im zweiten Quartal habe sich ergeben, dass die Zahl später zu besetzender Stellen weiter sinke; diese Tendenz sei bereits seit drei Quartalen zu beobachten, berichteten die Arbeitsmarktforscher. Fachleute bewerten dies als einen Hinweis, dass die Unternehmen wegen der schlechter werdenden Auftragslage beim Personal zurückhaltender planen.



Leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt

Als Hinweis auf eine demnächst drohende leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt bewerten Arbeitsmarkt-Experten auch das kontinuierlich sinkende Angebot freier Stellen in Unternehmen - also ohne Ein-Euro-Jobs und andere geförderte Stellen. Ihre Zahl sei seit Januar 2007 um knapp 250.000 auf jetzt 946.000 gesunken. Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 sank die Arbeitskräfte-Nachfrage um 12.000.



15.000 Stellen weniger als im Vorquartal

Für das Jahr 2008 erwartet das IAB allerdings weiterhin eine positive Beschäftigungsentwicklung. Darauf deute unter anderem die aktuell steigende Zahl sofort zu besetzender Stellen hin. Ihr Anteil an allen offenen Stellen liege mit 78 Prozent rund vier Prozent über dem Vorquartal (1/2008) und neun Prozentpunkte über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (2/2007). Insgesamt hatte das IAB bei seiner Betriebs-Umfrage im zweiten Quartal 2008 rund 1,13 Millionen offene Stellen ermittelt - und damit 15.000 weniger als im Vorquartal.

Aufschwung am Arbeitsmarkt endet

Falls sich der jetzt abzeichnende Wirtschaftsabschwung fortsetzt, könnte es im nächsten Jahr düster am Arbeitsmarkt werden. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit sei in diesem Fall 2009 wahrscheinlich, sagte Peter Hohlfeld von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. "Der Aufschwung am Arbeitsmarkt ist im Begriff, zu Ende zu gehen."

Tiefpunkt der Arbeitslosen in diesem Jahr

Für diesen Herbst gehen einige Ökonomen indes noch davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen unter die Marke von drei Millionen rutschen könnte. Im Juli waren 3,21 Millionen Menschen laut Bundesagentur für Arbeit ohne Job und damit 50.000 mehr als im Vormonat. Die Steigerung wurde allerdings mit der üblichen Sommerflaute am Jobmarkt begründet.

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