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Heizölpreise: Heizöl deutlich billiger - jetzt bestellen?


Heizöl  

Heizöl deutlich billiger - jetzt bestellen?

15.08.2008, 19:47 Uhr | Martin Mrowka, t-online.de, dpa

Heizöl-Lieferung (Foto: Imago)Heizöl-Lieferung (Foto: Imago) Die Entspannung im Georgien-Konflikt, eine schwächere Nachfrage nach Öl- und Ölprodukten und der deutlich erholte US-Dollar sorgen für fallende Preise am Ölmarkt. Allerdings werden die Schritte nach unten kleiner und es zeichnet sich langsam eine gewisse Bodenbildung ab. Verbraucher stehen vor der Frage: Jetzt Heizöl kaufen oder doch noch warten?

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Entspannung an den Zapfsäulen - Heizöl noch billiger

Während an den Tankstellen Diesel und Benzin seit den Höchstständen zuletzt knapp zehn Prozent billiger wurden, reagierten die Heizöl-Preise sogar überproportional. 100 Liter leichtes Heizöl kosten bei einer Abnahme von 3000 Litern nun im Schnitt 84 Euro - etwa 15 Prozent weniger als der Höchststand im Juli. "Die derzeitigen Preise können als durchaus attraktiv bezeichnet werden", heißt es beim Online-Portal FastEnergy. Die aktuell steigende Nachfrage nach Heizöl führt bereits zu verlängerten Lieferzeiten.

Weltweite Nachfrage nach Öl sinkt

Die Prognosen der Internationalen Energie Agentur (IEA) und des US-amerikanischen Energieministerium (EIA) sehen eine sinkende Nachfrage nach Öl, was die Ölpreise zuletzt zeitweise bis unter 113 Dollar pro Barrel korrigieren ließ. Neue US-Lagerdaten und erneute Spannungen zwischen Georgien und Russland trieben die Ölpreise am Mittwochnachmittag allerdings wieder über die 115-Dollar-Marke (vgl. WTI-Preis). Die Schwächetendenzen der europäischen Wirtschaft drückten den Euro in den letzten Tagen stark nach unten. Bundesbankpräsident Axel Weber sieht Rezessionsängste allerdings als übertrieben an und so kann sich auch der Euro wieder etwas von den zuletzt erreichten Tiefen auf etwa 1,49 Dollar erholen.



Jetzt kaufen oder noch warten?

Nun stellt sich die Frage: Sinken die Ölpreise noch weiter? Soll man die relativ günstigen Konditionen jetzt zum Auffüllen leerer Heizöl-Tanks ausnützen? Vor vier Wochen lasen Sie hier die Empfehlung, mit Heizöl-Käufen noch zu warten. Experte Heino Elfert vom Energie Informationsdienst räumte damals ein, dass Vorhersagen über den Ölpreis "ein riskantes Spiel" seien. Über dem Ölmarkt hänge z.B. "nach wie vor der Konflikt mit dem Iran. Wenn da was passiert, können wir alle Prognosen vergessen." Heute schwelt zudem der Kaukasus-Konflikt. Eine erneute Eskalation würde die Ölpreise wieder anziehen lassen.

Durchschnittliche Schwankung der Heizölpreise innerhalb fünf Jahren (Grafik: FastEnergy)Durchschnittliche Schwankung der Heizölpreise innerhalb fünf Jahren (Grafik: FastEnergy)

Jahreszeitliche Preisschwankungen

Hinzu kommen nach wie vor jahreszeitliche Schwankungen. FastEnergy verdeutlicht die Schwankungen der Heizölpreise anhand einer Grafik. Demnach sind in den vergangenen fünf Jahren in den Sommer-Monaten recht deutliche Abweichungen nach oben zu beobachten. Ab August fallen die Preise dann in der Relation. EID-Experte Rainer Wiek warnt jedoch in der "Welt": "Verbraucher können sich bei ihrer Entscheidung auch nicht mehr wie früher an den Saisonalitäten im Heizöl-Geschäft orientieren." Im vergangenen Jahr entfiel der Preisrückgang im Herbst komplett (siehe ).



Kleine Bestellmengen kosten Ersparnis

Wer an weiter fallende Preise glaubt, sollte bei den aktuell gesunkenen Preisen zumindest eine Teilmenge bestellen. Allerdings steigt bei geringen Liefermengen der Liter-Preis, so dass ein Teil der Ersparnis wieder verfliegt. Der EID ermittelt jede Woche in 14 Städten den Preis für Heizöl der besten Qualität bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern. Bei einem Durchschnittspreis von 85 Euro für 100 Liter kostet so eine Tankfüllung derzeit 2550 Euro - wahrscheinlich zuviel für so manchen Hausbesitzer. Dennoch: Mittelfristig drohen wieder steigende Preise, so dass mit einem Heizöl-Kauf nicht zu lange gewartet werden sollte.

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