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Strombranche erwartet 2013 drastischen Preisschub


Energie  

Strombranche erwartet 2013 drastischen Preisschub

27.08.2008, 14:34 Uhr | mfu, AFP, t-online.de

Strombranche erwartet steigende Preise wegen Emissionshandel (Foto: imago)Strombranche erwartet steigende Preise wegen Emissionshandel (Foto: imago) Bereits in den letzten Jahren mussten die Verbraucher für Strom deutlich tiefer in die Tasche greifen. Angesichts steigender Preise für Erdgas und Öl dürfte die Entwicklung in Zukunft weiter anhalten. Doch Ungemach droht Stromkunden auch durch den weiteren Ausbau des Emissionshandels. Ab 2013 müssen Verbraucher laut Energiewirtschaft mit saftigen Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent rechnen.

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Strompreiserhöhung von 26 Prozent seit zehn Jahren

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erwarte in Folge der dann EU-weit geplanten Vollversteigerung von Verschmutzungsrechten eine Erhöhung der Strompreise um nochmals 15 bis 20 Prozent, berichtet das "Handelsblatt". In den letzten zehn Jahren sei der Strompreis für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bereits um 26 Prozent gestiegen.

Gabriel gegen weitere Preiserhöhungen

"Wir gehen von jährlich bis zu zehn Milliarden Euro (Einnahmen aus dem Emissionshandel) aus", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Blatt. Dabei wandte er sich nach Ministeriumsangaben gegen erneute Preiserhöhungen. "Schließlich haben die Energieversorger angebliche Kosten bereits vorzeitig auf den Strompreis umgelegt", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

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Welle der Empörung

In der ersten 2005 begonnenen Emissionshandels-Runde hatten die Stromkonzerne die Strompreise erhöht, obwohl sie die Zertifikate kostenlos zugeteilt bekommen hatten. Dies hatte eine Welle der Empörung ausgelöst. Inzwischen werden etwa zehn Prozent der ausgegebenen Verschmutzungsrechte versteigert, der Rest weiterhin kostenlos verteilt. Zum Emissionshandel sollten in den kommenden Wochen die entsprechenden Beschlüsse fallen, berichtet das Blatt.

Ausnahmen für energieintensive Branchen

Gabriel bekräftigte in dem Zeitungsgespräch seine Absicht, energieintensive Branchen wie die Stahl-, Zement-, Glas- und Papierindustrie von der Versteigerung auszunehmen. Sonst wäre ihre Existenz bedroht. Es werde keine Zustimmung der Bundesregierung zu einer solchen EU-weiten Regelung geben, "ohne dass klar ist, auf welchem Wege die im internationalen Wettbewerb stehende energieintensive Industrie von den Belastungen des Emissionshandels freigestellt wird", erklärte Gabriel. In der betroffenen Industrie gebe es allerdings erhebliche Zweifel daran, ob sich vertretbare Lösungen durchsetzen lassen, schreibt das "Handelsblatt".


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