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Mineralölwirtschaft: Ölpreis zieht deutlich an


Rohöl  

Ölpreise setzen Höhenflug fort - Benzinpreis steigt

25.08.2008, 12:33 Uhr | mmr/lgs, dpa, t-online.de

Benzin wird wieder teurer. (Foto: imago)Benzin wird wieder teurer. (Foto: imago) Zunehmende geopolitische Risiken und Spekulationen auf OPEC-Fördermengen-Kürzungen haben die Ölpreise bereits am Donnerstag kräftig nach oben getrieben. Die Benzinpreise in Deutschland sind am Freitag den Ölnotierungen gefolgt. Nach einer Preisrunde mit drei Cent Aufschlag kostete Super an den Tankstellen 1,50 Euro, Diesel war für 1,40 Euro zu haben, hieß es in der Mineralölwirtschaft. Die Ölpreise verharrten zum Wochenschluss nach rasanten Steigerungen bei der Marke von 120 Dollar. Händler nannten als Gründe die Sorgen um die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sowie Spekulationen über niedrigere OPEC-Fördermengen.

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Deutlicher Preissprung

Am Freitag hat der Ölpreis von seinen Höchstständen abgelassen. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) notiert am späten Nachmittag bei 118 US-Dollar pro Barrel. Im Verlauf der Woche sind die Preise für US- und Brent-Öl in der Spitze damit um mehr als zehn Dollar nach oben gesprungen. Allerdings standen sie zum Wochenschluss weiter deutlich unter den Rekordwerten, die im Juli knapp unter der Marke von 150 Dollar erreicht wurden.



Ölmärkte gerieten in Unruhe

Die Sorge vor einem weiteren Abkühlen der Beziehungen des Westens zu Russland habe im Verlauf der Woche ständig zugenommen und den jüngsten Höhenflug der Ölpreise mit ausgelöst, hieß es von Experten. Vor allem die Vergleiche mit dem "Kalten Krieg" und die Stationierung US-amerikanischer Raketen in Polen versetze die Anleger an den Ölmärkten in Unruhe, sagten Analysten der britischen Beratungsfirma John Hall Associates. Die Investoren würden nun Lieferstopps aus Russland, einer der weltweit größten Ölfördernationen, befürchten.

Aussagen von OPEC-Vertretern beunruhigten die Märkte

Zudem hätten Aussagen führender OPEC-Vertreter die Märkte aufgeschreckt, sagte der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Sie hätten angedeutet, es befinde sich derzeit mehr Rohöl als nötig auf den Weltmärkten. Diese Aussagen würden an den Ölmärkten als Hinweis für eine mögliche Kürzung der OPEC-Fördermenge beim nächsten Treffen der Ölminister im September gesehen.



OPEC-Öl wurde teurer

Unterdessen ist der Preis für OPEC-Öl kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag 113,63 US-Dollar. Das waren 3,86 Dollar mehr als am Vortag. Das Kartell berechnet den täglichen Durchschnittspreis auf Basis seiner 13 wichtigen Sorten.

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