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Lufthansa bietet für Austrian Airlines


Lufthansa und Austrian Airlines  

Lufthansa bietet für Austrian Airlines

26.08.2008, 14:22 Uhr | fre, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Angeschlagene Alpen-Airline: Boeing 777 der AUA (Bild: Austrian Airlines)Angeschlagene Alpen-Airline: Boeing 777 der AUA (Bild: Austrian Airlines) Die Lufthansa will sich an der angeschlagenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) beteiligen. Interessenten hatten bis Sonntag Zeit, ihr Interesse für den Kauf des 42,8-prozentigen Anteils der österreichischen Staatsholding ÖIAG an der AUA anzumelden. Der österreichische Staat will sich von der Beteiligung an der Fluglinie trennen und hat dabei auch einer Mehrheitsübernahme durch einen ausländischen Investor unter bestimmten Auflagen zugestimmt. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Sonntag berichtete, erhalten "geeignete Investoren" Informationen über den Verkaufsprozess und haben bis zum 12. September Zeit, ihre Konzepte zu präsentieren. Die Lufthansa gilt Branchenkreisen zufolge als favorisierter Kaufinteressent. Neben der Lufthansa gelten auch Air France/KLM und Turkish Airlines als Interessenten.

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Sperrminorität bleibt in österreichischer Hand

Die österreichische Bundesregierung hatte zuvor dem Komplettverkauf zugestimmt. Zu den Auflagen gehören jedoch, dass eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie in österreichischem Besitz bleibt. Außerdem soll der Firmensitz in Österreich bleiben und die Fluggesellschaft ihren Namen behalten. Die AUA wird nach Schätzungen des Vorstandes in diesem Jahr ein Defizit von mindestens 70 Millionen Euro einfliegen. Der Verkauf soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Sollte es keine einheimischen Interessenten geben, würde die staatliche Holding ÖIAG ein Viertel der Anteile behalten.

Nur Platz für drei Fluggesellschaften

Die deutsche Luftfahrtbranche könnte unterdessen nach dem möglichen Zusammenschluss mehrerer Billigflieger nach Einschätzung eines Analysten in Zukunft von drei Fluggesellschaften dominiert werden. "Deutschland ist zwar ein reisefreudiges Land, insgesamt aber nur groß genug für drei Fluggesellschaften am Markt", sagte Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Das obere und mittlere Preissegment sei bereits von Lufthansa und Air Berlin besetzt. Ein dritter Anbieter könne sich dann am unteren Ende der Preisskala positionieren, sagte Pieper.

Zusammenschluss von Condor und TUIfly?

Einem "Spiegel"-Bericht zufolge wollen Lufthansa, TUI und Thomas Cook ihre Billigfluggesellschaften Germanwings und TUIfly mit der Chartergesellschaft Condor zusammenschließen. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin würde damit erheblich unter Druck gesetzt. Aktienhändler sagen, vor allem für den Thomas-Cook-Eigner Arcandor habe ein solcher Zusammenschluss positive Auswirkungen. Allerdings gebe es hohe kartellrechtliche Hürden.

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