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Zahl der Armen auf der Welt geht zurück


Weltbank-Studie  

Zahl der Armen auf der Welt geht zurück

28.08.2008, 15:28 Uhr | mash, dpa, t-online.de, AFP

Ein ugandisches Kind bekommt zu essen. Das Land gehört zu den ärmsten der Erde (Foto: Reuters)Ein ugandisches Kind bekommt zu essen. Das Land gehört zu den ärmsten der Erde (Foto: Reuters) 1,4 Milliarden Menschen auf der Welt leben von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Immerhin sind das 500 Millionen Menschen weniger als 1981. Dennoch - der Fortschritt im Kampf gegen die Armut ist nicht in allen Regionen der Erde gleichermaßen spürbar. Das geht aus einer Studie der Weltbank hervor. #

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Ein Viertel der Weltbevölkerung lebt unter der Armutsgrenze

Die Zahl der in Armut lebenden Menschen ist nach den Erhebungen der Weltbank in den vergangenen 25 Jahren stark zurückgegangen. Galten 1981 noch 1,9 Milliarden Menschen als arm, sank die Zahl der Armen bis 2005 auf 1,4 Milliarden Menschen und damit ein Viertel der Weltbevölkerung.

Neue Daten zeigen: Entwicklungsländer ärmer als bislang angenommen

Aufgrund neuer statistischer Methoden wurde die Armutsgrenze angehoben. Danach gilt als arm, wer im Durchschnitt von weniger als 1,25 Dollar (rund 85 Cent) am Tag leben muss. Bisher war es ein Dollar. Verbesserte Daten bei der Preisentwicklung ergaben, dass die Lebenshaltungskosten in den Entwicklungsländern höher ausfallen als gedacht. "Die Entwicklungsländer sind ärmer als wir bislang angenommen haben, dennoch kommen wir im Kampf gegen die Armut voran", heißt es in der Weltbank-Studie.

Millenniumsziel erreichbar

Weltbank-Chefökonom Justin Lin sagt: "Die neuen Daten bestätigen, dass die Welt sehr wahrscheinlich das erste Millenniumsziel, die Halbierung der Anzahl der Armen von 1990 bis 2015, erreichen könnte." Seit 1981 sei die Anzahl der Armen um ein Prozentpunkt pro Jahr gefallen. Aber: Die Armut gehe weltweit langsamer zurück als erhofft.

Regionale Differenzen

Zudem fallen die Fortschritte weltweit sehr unterschiedlich aus. Den größten Erfolg in der Armutsbekämpfung verzeichnet Asien. Der Anteil der Menschen, die von weniger als 1,25 Dollar leben müssen, fiel zwischen 1981 und 2005 von fast 80 auf 18 Prozent. Allein in China schafften über 620 Millionen Menschen den Sprung über die Armutsschwelle.

Armutsrate in südlichem Afrika stagniert

Das südliche Afrika ist die einzige große Weltregion, in der es keine Fortschritte zu verzeichnen gibt. Mit einer Armutsrate von 50 Prozent bleibt der Anteil der extrem Armen an der Gesamtbevölkerung gleich. Im Vergleich zu anderen Regionen verfügen die Ärmsten Afrikas über noch weniger Geld: 2005 hatten sie im Schnitt nur 70 US-Cent pro Tag zum Überleben. "Wir müssen unsere Anstrengungen speziell in den subsaharischen Ländern Afrikas verdoppeln", sagt Lin.

Daten aus 116 Staaten

Für die Untersuchungen werteten die Forscher der Weltbank 657 Studien aus 116 Staaten aus, in denen rund 96 Prozent der Bevölkerung aus Entwicklungsländern leben. Insgesamt wurden über 1,2 Millionen zufällig ausgewählte Haushalte in diesen Ländern befragt.

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