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Dresdner Bank: Spannung im Fusionspoker steigt


BANKEN  

Dresdner-Zukunft: Verhandlungen vor Entscheidung

28.08.2008, 19:11 Uhr | oca, dpa

Dresdner Bank: Endgültige Entscheidung am Sonntag? (Foto: Imago)Dresdner Bank: Endgültige Entscheidung am Sonntag? (Foto: Imago) Die Entscheidung über den Verkauf der Allianz-Tochter Dresdner Bank fällt womöglich am kommenden Sonntag. Die Aufsichtsräte des Versicherungskonzerns Allianz, der Dresdner Bank und auch des Kaufinteressenten Commerzbank kommen an diesem Tag zu außerordentlichen Sitzungen zusammen, teilten die Unternehmen mit. Zum Inhalt der Treffen wollten die Konzernsprecher jeweils keine Details nennen. Den möglichen Einstieg der China Development Bank (CDB) bei der Dresdner Bank verteidigten unterdessen Vertreter der Politik. Gewerkschafter erhoffen sich von einem Einstieg sogar bessere Chancen für die Erhaltung von Jobs.

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Zukunft der Dresdner ungewiss

Die Allianz will sich seit längerem von ihrer angeschlagenen Banktochter Dresdner Bank trennen. Als wahrscheinlichste Käufer gelten die Commerzbank und die CDB. Berichten zufolge ist es aber auch möglich, dass der Verkauf der angeschlagenen Allianz-Tochter noch in letzter Minute abgeblasen wird. Unklar ist bislang auch, ob die Allianz die Dresdner Bank wie bislang geplant in das Privat- und Geschäftskundengeschäft sowie die Investmentsparte aufteilen wird. Ursprünglich war auch berichtet worden, Commerzbank, Dresdner und Deutsche Postbank strebten eine Dreierfusion an. Dies war jedoch von Experten als viel zu komplex kritisiert worden. Die Bankentochter der Deutsche Post steht zur Zeit ebenfalls zum Verkauf.

Politiker zeigen sich offen für neue Wege

Zu Kritik am möglichen Einstieg der halbstaatlichen chinesischen CDB sagte SPD-Finanzfachmann Ortwin Runde, "es ließe sich schwer begründen, warum Deutschland sich da abschottet." Dafür sei das Bankengeschäft zu international, sagte er der Zeitung "Welt". Auch Oppositionspolitiker äußerten sich der Zeitung gegenüber offen für eine solche Lösung: "Wir stehen im internationalen Wettbewerb, da ist es egal, ob der Käufer aus China oder Deutschland kommt", sagte Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel. Die Hauptsache sei, dass die Bank, der Standort und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten blieben.

Gewerkschaften favorisieren die CDB

Gerade dies erhoffen sich die Gewerkschaften von der CDB. Denn sollten die Chinesen die Dresdner Bank kaufen, müssten weniger Stellen gestrichen werden als bei einer Übernahme durch die Commerzbank, sagte ein Allianz-Gewerkschafter der "Welt". Er hob hervor: "Für die Mitarbeiter wäre ein Verkauf an die Chinesen sicher besser".

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