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Daimler: Der Kleinwagen Smart ist inzwischen ein Erfolgsmodell (2)


Smart  

Später Triumph eines Totgeglaubten (2)

03.09.2008, 14:21 Uhr | Spiegel Online, Spiegel Online

Der Smart wird zehn. (Foto: Imago)Der Smart wird zehn. (Foto: Imago)

China soll Nachfrage beflügeln

Selbst in den USA ist das Auto inzwischen ein Erfolgsmodell. In den ersten vier Monaten seit der Einführung auf dem US-Markt im Januar wurden 5600 Autos ausgeliefert. Mehr als 70 Prozent derjenigen, die sich in die Interessentenliste haben eintragen lassen, unterschrieben anschließend einen Kaufvertrag. Smart-Chef Anders Sundt Jensen schwärmt: "Eine unglaubliche Quote. Die Nachfrage ist so groß, dass wir kaum nachkommen." Einen weiteren Nachfrageschub erwarten die Daimler-Oberen von der Markteinführung in China, der Mitte des kommenden Jahres auf dem Plan steht.

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Smart verkörpert Klassenlosigkeit

Zum späten Durchbruch der Marke haben Experten zufolge vor allem der hohe Spritpreis und die Klimawandel-Debatte beigetragen. "In Zeiten knapper Ressourcen und CO2-geschwängerter Luft verlieren große Geländewagen und schwere Limousinen allmählich ihr Monopol auf einen Top-Status", sagt ein Werber. Der Smart verkörpere seit jeher Klassenlosigkeit, aber inzwischen auch noch mehr: "Man zählt damit zur geachteten Avantgarde, die weiß, worauf es ankommt."

Demonstrative Verzichtserklärung

Eine demonstrative Verzichtserklärung wie der Smart kommt da gerade recht. Die Dieselversion stößt nur 88 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus und liegt damit weit vor der Konkurrenz. Noch ist der Smart CDI sogar das einzige echte Drei-Liter-Auto in Deutschland. Daimler vermarktet das Auto denn auch offensiv als Ökomobil. In London ging jüngst eine Test-Flotte von 100 Smart mit Elektromotor an den Start. Berlin wird dem Beispiel im kommenden Jahr mit 150 Elektro-Smart folgen. Europaweit soll die Flotte über verschiedene Metropolen verteilt einmal 1000 Elektromobile umfassen.

Noch kein Ökomobil

In Wahrheit ist der Weg zum echten Ökomobil aber auch für den Smart noch weit. Denn die stärker motorisierten Varianten gehen ziemlich ungezügelt mit dem Sprit um. Für die 84-PS-Version steht ein Normverbrauch von 6,4 Litern im Datenblatt. Ein Wert, der im Praxisbetrieb nur mit großer Zurückhaltung zu erreichen ist. Bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn übersteigt er sogar locker die Acht-Liter-Grenze.

Fahrspaß kommt zu kurz

Auch der Fahrspaß kommt zu kurz. Seit dem Modellwechsel federt der Smart zwar deutlich besser, und auch die Automatik verzichtet auf die elend langen Pausen zwischen den Gangwechseln. Doch die durch die Bauart bedingten Nachteile konnten die Ingenieure allenfalls mildern. Wegen des kurzen Radstands machen zum Beispiel Schlaglöcher die Fahrt noch immer ziemlich unbequem. Die indirekte Auslegung der Lenkung bleibt ein Muss - weil die elektronischen Helfer die Kippneigung anders nicht in den Griff bekommen.

Smart bald auch als Dreisitzer?

Trotzdem sind die Daimler-Macher überzeugt, dass sie mit ihrem Konzept noch eine Weile punkten können. Sie denken sogar schon wieder an eine Erweiterung der Modellpalette. Aller Misserfolge wie dem Smart Roadster und dem Viersitzer Forfour zum Trotz. Ab 2013 ist ein neuer Viersitzer auf Basis der dritten Fortwo-Generation angedacht. Auch ein Dreisitzer scheint nicht ausgeschlossen. Die Offensive tut Not - denn die Konkurrenten sind keineswegs untätig.

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Konkurrenten schlafen nicht


Toyota zum Beispiel arbeitet an der Marktreife seines Dreisitzers IQ. Fiat plant spätestens Anfang 2010 einen kleinen Bruder des Modells 500 nach Art des seligen Topolino. VW will spätestens Ende 2010 den Up auf den Markt bringen und danach die Ableger von Seat und Skoda. Es gibt also genügend Gründe, schnell aufzuräumen nach dem Fest in Hambach - und sich Strategien für die Zukunft zu überlegen.

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