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Ölpreis: US-Regierung erleichtert Öl-Importe nach Hurrikan "Ike"


Benzinpreise  

Washington erleichtert wegen "Ike" Sprit-Importe

18.09.2008, 17:32 Uhr | sky, t-online.de, AFP, dpa

Shell-Raffinerie im texanischen Baytown. (Foto: Reuters)Shell-Raffinerie im texanischen Baytown. (Foto: Reuters) Angesichts der Behinderungen für die Ölindustrie durch den Hurrikan "Ike" hat Washington die Einfuhr von Treibstoff aus dem Ausland erleichtert. Die Regierung habe schnell reagiert und Beschränkungen für den Import aufgehoben, damit Treibstoff leichter auf den US-Markt gelangen könne, erklärte Präsident George W. Bush in einer Fernsehansprache. Wegen des Hurrikans "Ike" war auf mehreren Ölplattformen im Golf von Mexiko der Betrieb eingestellt worden. Nahe der Stadt Houston schlossen zudem 13 Ölraffinerien.

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Sechs Meter Hochwasser

Nach seinem Auftreffen auf die US-Küste im Bundesstaat Texas verlor "Ike" zunächst weiter an Kraft. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) in Miami stufte den Sturm auf Kategorie Eins der fünfstufigen Hurrikanskala zurück. Demnach wird eine weitere Abschwächung erwartet, wenn sich der Sturm weiter ins Landesinnere bewegt. Laut NHC erreichte der Sturm Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 145 Stundenkilometern. Demnach stieg der Meeresspiegel um rund sechs Meter an, als "Ike" am frühen Samstagmorgen bei der völlig überschwemmten Inselstadt Galveston auf Land traf.

Ein Viertel des US-Öls stammt aus dem Golf

Im Golf von Mexiko gibt es etwa 4000 große und kleine Anlagen zur Förderung von Erdöl und Gas. Von dort kommt mit täglich rund 1,3 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) etwa ein Viertel der US- Ölproduktion. An der US-Gasgewinnung hat der Golf einen Anteil von zehn Prozent. Von den Plattformen vor der Küste werden Öl und Gas über Pipelines an Land gepumpt. Viele führen an die US-Golfküste von Texas. Ein Schwerpunkt der Weiterverarbeitung in Raffinerien und petrochemischen Anlagen ist der Großraum Houston.

Günstige Förderung im Flachwasser

Auf der Suche nach neuen Quellen investieren die Energiekonzerne Milliardensummen. In Tiefseegebieten sind die Explorationskosten sehr viel höher als in flachen Gewässern. Die täglichen Betriebskosten von Tiefseeplattformen können mehrere hunderttausend Dollar betragen. Angesichts der Abhängigkeit von Importen richten sich die Hoffnungen der USA auf eine größere Selbstversorgung aus dem Golf. Die Energiequellen im Golf werden in den vergangenen Jahren jedoch immer öfter von schweren Stürmen bedroht. Schon die Hurrikans "Katrina" und "Rita" hatten vor drei Jahren die Förderung weitgehend lahmgelegt und schwere Verwüstungen angerichtet.

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