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US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert - Dow Jones fährt Achterbahn


Finanzkrise  

Fed lässt Leitzins unverändert - Dow fährt Achterbahn

17.09.2008, 00:33 Uhr

Gebäude der Macht: die Federal Reserve in Washington D.C.Gebäude der Macht: die Federal Reserve in Washington D.C. Die US-Notenbank hat den Leitzins am Dienstag erneut nicht verändert und bei 2 Prozent belassen. Mit Blick auf die zugespitzte Finanzmarktkrise hatten Fachleute zuletzt nicht ausgeschlossen, dass die Währungshüter die Zinsschraube lockern könnten. Bereits bei ihren beiden vorangegangenen Sitzungen hatte die Federal Reserve (Fed) angesichts anziehender Inflation einerseits und schwacher Konjunktur andererseits den Satz für Tagesgeld nicht verändert.

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Düstere Konjunkturaussichten

Die Belastungen der Finanzmärkte hätten sich "erheblich erhöht", während die Schwäche des Arbeitsmarktes weiter zugenommen habe, hieß es in der Mitteilung der Fed. Sowohl die Risiken für das Wachstum wie auch der Inflationsdruck gäben Anlass zu "besonderer Sorge". Über die nächsten Quartale hinweg werden nach Einschätzung der Notenbank schwierige Kreditbedingungen, verlangsamte Exporte und die weiterhin schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt das Wirtschaftswachstum belasten.

3,25 Prozent in einem Jahr

Seit September 2007 hatte die Fed den Leitzins in sieben Schritten um insgesamt 3,25 Punkte gesenkt, bis er Ende April den nun bestätigten Satz von 2,0 Prozent erreichte. Ein weiteres Eingreifen sei zunächst nicht sinnvoll, erklärte die Fed: "Mit der Zeit sollte die erhebliche Lockerung der Geldpolitik in Kombination mit anhaltenden Maßnahmen zur Stützung der Marktliquidität helfen, ein moderates Wirtschaftswachstum zu fördern." Die Fed hatte zudem in Reaktion auf die Finanzkrise in einem außerordentlichen Refinanzierungsgeschäft 50 Milliarden Dollar in den Markt gepumpt.

Dow Jones fährt Achterbahn

An der US-Börse wurde die Entscheidung der Fed zunächst negativ aufgenommen. Der Dow Jones, der angesichts der möglichen Rettung des Versicherungsriesen AIG gerade die Rückkehr ins Plus geschafft hatte, drehte nach Bekanntwerden ins Minus. Aber nur um dann plötzlich nach oben durchzubrechen. Für die Wende ins Plus sorgten weitere Gerüchte einer Rettung von AIG. Der Dow-Jones-Index stieg nach vorläufigen Schlussangaben um 1,30 Prozent auf 11.059 Punkte. Der S&P-500-Index kletterte um 1,75 Prozent auf 1213 Punkte. Der NASDAQ-Index verbesserte sich um 1,28 Prozent auf 2207 Punkte.

Europäische Börsen tiefrot

In Europa war der Handel zu diesem Zeitpunkt beendet. In Frankfurt schloss der Leitindex DAX mit einem Minus von 1,63 Prozent bei 5965,17 Punkten - im Tagesverlauf hatte er vorübergehend mehr als drei Prozent eingebüßt. Der FTSE-100 in London stand bei Börsenschluss bei 5025,6 Punkten, ein Minus von 3,43 Prozent. Zwischenzeitlich war er um mehr als vier Prozent abgerutscht und damit auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren gefallen. Die Pariser Börse gab um 1,96 Prozent nach und schloss bei 4087,4 Zählern.

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