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Banken: Barclays übernimmt Teile von Lehman Brothers


Finanzkrise  

Barclays übernimmt Teile von Lehman Brothers

20.09.2008, 15:16 Uhr | lgs / bv, AFP , ddp , t-online.de

Großbritanniens drittgrößte Bank Barclays (Foto: imago)Großbritanniens drittgrößte Bank Barclays (Foto: imago) Zwei Tage nach Absage einer vollständigen Übernahme von Lehman Brothers durch die Bank Barclays kaufen die Briten Teile der insolventen amerikanischen Investmentbank. Barclays sichert sich den Hauptsitz Lehmans in New York sowie zwei Datenzentren in New Jersey. Zudem erwerben die Briten das nordamerikanische Investmentbanking- und das Kapitalmarkt-Geschäft. Der Deal musste vom Insolvenzgericht genehmigt werden, was am Samstag geschah. Am Montag hatte Lehman Brother Holdings wegen eines in der Finanzkrise angehäuften Schuldenbergs Gläubigerschutz beantragt.

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Barclays rettet 9000 Lehman-Jobs

Ein New Yorker Insolvenzgericht stimmte am Samstag dem Verkauf von zentralen Geschäftsbereichen der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers an die britische Bank Barclays zu. Barclays habe das beste Angebot für die Geschäftsteile abgegeben, erklärte Richter James Peck. Das Geschäft soll sich auf 1,35 Milliarden Dollar (rund 950 Millionen Euro) belaufen. Ursprünglich waren 1,75 Milliarden Dollar dafür veranschlagt worden. Barclays übernimmt das Investment-Bankgeschäft sowie rund 9000 Angestellte von Lehman und kauft den Bankensitz in Manhattan.

Trennung von Investmentbankgeschäft

Lehman versucht indes fieberhaft das gesamte Investmentbankgeschäft loszuschlagen, wozu auch die Vermögensverwaltung Neuberger Berman zählt. Sie wurde an der Wall Street einst mit zehn Milliarden Dollar bewertet, dürfte angesichts Lehmans Notlage nun aber erheblich weniger Geld einbringen. Lehman hat als Käufer dem Vernehmen nach Beteiligungsunternehmen im Visier. Unter den Interessenten befänden sich Bain Capital, Hellman & Friedman sowie Kohlberg Kravis Roberts (KKR). Ein Verkauf könnte bereits in den kommenden Tagen angekündigt werden.

Finanzmärkte gerieten unter Druck

Barclays war am vergangenen Wochenende als Käufer der gesamten Investmentbank im Gespräch gewesen. Das rettende Geschäft scheiterte aber an fehlenden Staatsgarantien. Das Scheitern von Lehman und die Übernahme des Wettbewerbers Merrill Lynch durch die Bank of America setzte die Finanzmärkten weltweit seit Wochenbeginn unter Druck. Die Aktie von Lehman erlitt praktisch einen Totalverlust.

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