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VW-Aktie außer Rand und Band


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VW-Aktie außer Rand und Band

17.09.2008, 21:57 Uhr | bab, dpa, t-online.de

VW-Aktien legen deutlich zu (Foto: Imago)VW-Aktien legen deutlich zu (Foto: Imago) Aktien von Volkswagen haben am Mittwoch deutlich zugelegt und setzten sich mit einem Plus von zeitweise mehr als zwölf Prozent an die Spitze des DAX. Mit einem Kurs von 254,86 Euro markierte das Papier im Tagesverlauf ein Allzeithoch. Gegen Abend betrug der Zuwachs immer noch über fünf Prozent.

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"Fernab jeglicher fundamentalen Begründung"

Marktteilnehmer spekulieren über eine Reihe von möglichen Gründen, die Investoren zu Käufen von Volkswagen-Aktien zwingen. Genannt werden dabei insbesondere Eindeckungen von Leerverkäufen, nachdem die inzwischen unter Gläubigerschutz stehende US-Investmentbank Lehman Brothers wohl Vertragspartner von Aktienleihe-Geschäften gewesen sei. Die Kursbewegung ist einem Analysten zufolge jedenfalls "fernab jeglicher fundamentalen Begründung".

Enormer Kaufdruck

Einem Händler zufolge liegt ein Grund für den Kursanstieg in gekündigten Aktienleihen zu Papieren des Autobauers, an denen die insolvente Lehman beteiligt sei. Die Entleiher hätten geliehene Aktien inzwischen am Markt verkauft und seien jetzt zum Rückkauf gezwungen. Diese Eindeckung von Leerverkäufen (short covering) sorge für enormen Kaufdruck. Zudem werde auch über Derivategeschäfte spekuliert, in die Lehman involviert sei und deren Auflösung ebenfalls zu massivem Kaufinteresse führe.

Porsche nicht ausschlaggebend

Auch Analysten halten die Kursbewegung für derivategetrieben. Die am Vortag erreichte faktische Mehrheit des Aktionärs Porsche sei nur ein "weiterer Schritt auf dem bekannten Weg" in Richtung des anvisierten Anteils von über 50 Prozent. Käufe von Ferdinand Piech, um möglicherweise dem Fall des VW-Gesetzes vorzugreifen und gemeinsam mit den vom Land Niedersachsen gehaltenen 20 Prozent an VW die Sperrminorität von 25 Prozent zu erreichen, seien indes nur "schwer vorstellbar". "Piech müsste für einen 5-Prozent-Anteil auf gegenwärtigem Kursniveau immerhin rund 3,6 Milliarden Euro aufbringen", so ein Experte.

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