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Modebranche: Escada sieht schwarz


Modebranche  

Escada sieht schwarz

08.10.2008, 13:32 Uhr | lgs, dpa, t-online.de

Escada sieht schwarz (Foto: dpa)Escada sieht schwarz (Foto: dpa) Der in der Krise steckende Modekonzern Escada stellt nach einem schwachen dritten Quartal für das Gesamtjahr wieder hohe Verluste in Aussicht. Escada begründete die trüberen Aussichten mit zunehmender Konsumzurückhaltung und der sich weiter verschlechternden Konjunktur.

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Börse reagiert negativ

Im Gesamtjahr 2007/08 (Ende Oktober) dürfte der Fehlbetrag mindestens so hoch wie im Vorjahr ausfallen. Damals stand ein Minus von 27 Millionen Euro in den Büchern. Bislang hat der Modehersteller, der bereits mehrfach in diesem Jahr seine Prognose revidiert hatte, lediglich einen Verlust angekündigt. Die Börse reagierte negativ auf die Zahlen. Die Escada-Aktien büßten am Mittag 9,3 Prozent auf 9,89 Euro ein. Der SDAX gab 2,1 Prozent auf 3766 Punkte ab.

Ergebnisse sind schlechter als erwartet

Volker Bosse, Analyst bei Unicredit, sieht die Ergebnisse als "signifikant schlechter als erwartet" an. Sowohl Umsatz als auch Gewinn im dritten Quartal hätten deutlich unter seinen Erwartungen gelegen. Escada befinde sich inmitten der Restrukturierung. Bosse bewertet die Aktien mit "Sell" bei einem Kursziel von 9 Euro. Analyst Ingbert Faust von Equinet bezeichnete die Zahlen als "ganz klare Enttäuschung". Allerdings habe das neue Management die Bilanz und die Lager bereinigt und das schlage sich nieder. Faust stuft die Aktien mit "Buy" und dem Kursziel 22 Euro ein.

Hat Escada lediglich Altlasten bereinigt?

Ein Börsianer betonte aber: "Escada bleibt eine Wette auf die erfolgreiche Restrukturierung des Modekonzerns." Einem anderen Börsianer zufolge ist der Blick bei Escada auch klar auf die Zukunft zu richten. In der kurzen Zeit habe der neue Vorstandsvorsitzende Bruno Sälzer das Ruder nicht herumreißen können und es sehe ganz so aus, als ob Escada mit der Gewinnwarnung die Altlasten bereinigt habe.

Umsatz verschlechterte sich zusehends

In den ersten neun Monaten ging der Umsatz des Konzerns um 14 Prozent auf 430,4 Millionen Euro zurück, nachdem sich die Umsatzsituation im dritten Quartal noch einmal verschlechtert hatte. Im Gesamtjahr sei ebenfalls von einem rückläufigen Umsatz (Vorjahr: 686,1) auszugehen, hieß es. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte 2007/08 in der Größenordnung von 23 bis 26 Millionen Euro (Vorjahr: 68,2) ausfallen. In den ersten neun Monaten sank es von 53,1 auf 21,2 Millionen Euro.



Dritter Escada-Chef in kurzer Zeit

Der Konzern wird seit Juli von dem früheren HUGO BOSS-Chef Bruno Sälzer geleitet. Sälzer ist bereits der dritte Escada-Chef in zweieinhalb Jahren. In seiner Zeit bei HUGO BOSS führte er die Damenmode "Boss Woman" nach einem schwierigen Start zum Erfolg und soll nun bei Escada die Kehrtwende schaffen. Unter seinen Vorgängern war es dem Konzern mit Sitz in Aschheim bei München nicht gelungen, den Geschmack der Kundinnen zu treffen. Vom weltweiten Boom der Luxusmode konnte Escada nicht profitieren.

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