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Gold mit warnenden Chartsignalen


Chartanalyse  

Gold mit warnenden Chartsignalen

25.09.2008, 18:48 Uhr | Einstieg GmbH/ mmr, t-online.de

Zwölf-Monats-Chart Gold - Verlaufskurse in USD (Grafik: FXdirekt Bank AG)Zwölf-Monats-Chart Gold - Verlaufskurse in USD (Grafik: FXdirekt Bank AG) Aufgrund der Rohstoff-Hausse ist das Edelmetall Gold seit einigen Jahren wieder in den Blickpunkt der Anleger geraten und gilt weiterhin gerade in Krisenzeiten als besonders beliebtes Investment. Während die fundamentalen Hintergründe weiterhin stabile Gold-Preise andeuten, trübt sich nach einem langen Aufwärtstrend nun allerdings die charttechnische Lage ein.  

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Rohstoff und Währung zugleich

Der langfristige Aufwärtstrend des aktuellen Jahrzehnts führte das Gold von seinem Tief im Jahr 2001 bei 251 US-Dollar bis auf 1032 Dollar im März dieses Jahres. Die beeindruckende Rallye ist zum einen auf die allgemeine Rohstoff-Hausse im Zuge der steigenden Weltmarktnachfrage zurückzuführen, zum anderen wurde das Gold aber auch als “sicherer Hafen“ in Zeiten von Finanzkrisen wiederentdeckt. Gold muss also etwas differenzierter bewertet werde als herkömmliche Rohstoffe, schließlich haftet dem Edelmetall seit eh und je noch eine Währungskomponente an. Aktuell sinkt aufgrund des sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwungs die Nachfrage nach dem Rohstoff Gold für die Industrie. Dagegen verleihen die Nachrichten aus der Finanzbranche dem Gold als Krisenwährung jedoch eher Unterstützung, schließlich liefern die Hiobsbotschaften bezüglich Lehmann und Co. genügend nicht abzuschätzende Unsicherheiten.  



Unter der 200-Tage-Linie

Bei einer undurchsichtigen Fundamental-Situation lohnt sich ein Blick auf die technischen Indikatoren. Das Chartbild zeigt eindeutig, dass das Hoch bei knapp über 1000 Dollar bislang nicht wieder erreicht werden konnte. Im Gegenteil: Das Zwischenhoch aus dem Juli 2008 liegt deutlich unter dem vorherigen Hoch, was schon mal ein negatives Zeichen darstellt. Verbindet man die verschiedenen Hochs miteinander, könnte man sogar den Beginn eines neuen Abwärtstrends herauf beschwören (siehe Chartvergrößerung oben). Des Weiteren fällt auf, dass das Gold aktuell unter dem 200-Tage-Durchschnitt notiert, was ein weiteres negatives Signal bedeutet. Sollte das Edelmetall nicht schnell wieder über das jüngste Verlaufshoch bei 910 Dollar steigen, ist mit weiteren Kursverlusten zu rechnen. Der naheste charttechnische Widerstand liegt bei 900 Dollar, im Bereich von 840 US-Dollar besteht dagegen eine charttechnische Unterstützungszone.  


Charttechnik mahnt zur Vorsicht

Am Donnerstag wird Gold zwischen 870 und 890 Dollar pro Feinunze gehandelt. Es bleibt abzuwarten, ob die verschlechterte Charttechnik nur eine vorübergehende Konsolidierung nach dem starken Anstieg der vergangenen Jahre signalisiert, oder ob sich nach dem Fall unter die 200-Tage-Linie sogar ein Trendwechsel bei dem Edelmetall abzeichnet. Investierte Anleger sollten zumindest Vorsicht walten lassen und ihre Positionen absichern bzw. zunächst keine neuen Kauf-Engagements im Gold tätigen.
(25.09.08)

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