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Hapag-Lloyd-Verkauf: Finale Runde eingeläutet - "Hamburger Lösung" noch nicht sicher


Verkauf Hapag Lloyd  

Finale Runde: Gebote für Hapag Lloyd abgegeben

27.09.2008, 13:47 Uhr | mash, AFP , t-online.de , dpa

Doch begehrt: Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd (Foto: Imago)Doch begehrt: Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd (Foto: Imago) Das Ringen um die Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd geht in die entscheidende Runde. Vor Ende der Frist gaben zwei Bieter ein verbindliches Angebot für das Traditionsunternehmen ab: Der Logistik- und Schifffahrtskonzern Neptun Orient Lines (NOL) aus Singapur sowie eine Hamburger Investoren-Gruppe um den früheren Senator Wolfgang Peiner und den Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne.

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Gutes Angebot unterbreitet

"Unter schwierigen Umfeldbedingungen" habe das Konsortium dem Verkäufer TUI, Reise- und Schiffahrtskonzern, "ein gutes Angebot" unterbreitet, erklärte Christian Olearius, Chef der Privatbank MM Warburg, kurz nach dem mittäglichen Ablauf der Bieterfrist. Damit sei "ein wichtiges Ziel erreicht". Nähere Details nannte die Bank nicht.

"Hamburger Gruppe"

Olearius koordiniert gemeinsam mit dem Ex-Finanzsenator Wolfgang Peiner die Hamburgische Seefahrtsbeteiligung "Albert Ballin", deren Ziel ein Erhalt Hapag-Lloyds als eigenständige Reederei mit Sitz in Hamburg ist. Neben dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne zählen auch die Versicherungskonzerne Signal Iduna und Hanse Merkur sowie die HSH Nordbank zu den beteiligten Investoren, teilte das Konsortium in Hamburg mit.

Politik unterstützt "Hamburger Lösung"

Auch die Stadt selbst unterstützt das Angebot mit einem dreistelligen Millionenbetrag. Damit vereine die so genannte "Hamburger Lösung" institutionelle, öffentliche und private Investoren, hieß es. Auch der Name ist nicht zufällig: Benannt ist ihr Zusammenschluss nach dem einstigen legendären Hapag-Reeder Albert Ballin. Die Bundesregierung befürwortet grundsätzlich eine deutsche Lösung, hält sich aber aus dem Bieterverfahren heraus. Ein Sprecher von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte in Berlin, an wen TUI verkaufe, sei allein Sache des Unternehmens.

Beschäftigte protestieren gegen Mitbieter NOL

Erst kürzlich hatten Beschäftigte von Hapag-Lloyd gegen einen möglichen Verkauf des Unternehmens an die Reederei Neptun Orient Lines, die mehrheitlich einem Staatsfonds gehört, protestiert. Sie fürchten um den Standort, den Fortbestand der Marke und Jobs.

NOL will Standort stärken

Die Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur hatte zuvor ebenfalls Interesse am Kauf bekundet. Sie will ihr Containergeschäft mit der TUI-Tochter fusionieren. NOL-Chef Ron Widdows unterstrich im "Hamburger Abendblatt" zum wiederholten Mal, dass auch bei einer Übernahme durch sein Unternehmen der Standort Hamburg gestärkt würde.

Stillschweigen über genauen Preis

TUI werte die Angebote nun aus, sagte ein Sprecher. Eine Entscheidung falle voraussichtlich Mitte Oktober. Der TUI-Konzern will sich auf Druck aus dem Aktionärskreis von der größten deutschen Container-Reederei trennen. Über den Mindestpreis, den die TUI für die Tochter auf jeden Fall erlösen will, hat TUI-Chef Michael Frenzel bisher Stillschweigen bewahrt.

Stoppt TUI den Verkauf doch noch?

Nach früheren Angaben steht Hapag-Lloyd mit 3,5 Milliarden Euro in den Büchern, die Rede war von möglichen Erlösen zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Die Containerschifffahrt leidet aber gegenwärtig unter sinkenden Frachtraten. Es gilt als nicht ausgeschlossen, dass die TUI den Verkauf von Hapag-Lloyd noch stoppt. Frenzel hatte betont, er wolle den höchst möglichen Preis für Hapag-Lloyd erzielen. Nach der Trennung will die TUI das Reisegeschäft als alleiniges Standbein ausbauen und dort kräftig investieren.

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