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Wachskartell: EU-Kommission verhängt Millionenstrafe


Millionenstrafe  

EU bestraft Wachskartell

02.10.2008, 13:21 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Es ist die vierthöchste von Brüssel verhängte Kartellstrafe. (Foto: Archiv)Es ist die vierthöchste von Brüssel verhängte Kartellstrafe. (Foto: Archiv) Verbraucher haben jahrelang zu viel für Alltagsprodukte wie Autoreifen, Kerzen und Kaugummi bezahlt. Die EU-Kommission verhängte eine Strafe in Höhe von 676 Millionen Euro gegen ein Wachskartell mit deutscher Beteiligung, wie die Behörde in Brüssel mitteilte. Es ist die vierthöchste vergleichbare Kartellstrafe. Die Firmen, darunter die Ölriesen ExxonMobil und Total sowie der deutsche Energiekonzern RWE, haben demnach über 13 Jahre Preise für Paraffinwachs durch illegale Absprachen künstlich hochgehalten. Das Mineralölprodukt wird auch zur Herstellung von Papier, Käsebeschichtungen und Klebstoffen verwendet.

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Kroes: "Diebstahl" zu Lasten der Verbraucher

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes warf den insgesamt zehn beteiligten Unternehmen "Diebstahl" zu Lasten der Verbraucher vor. Die "Paraffinmafia", wie sich das Kartell intern nannte, sprach von 1992 bis 2005 Preise ab. Fünf der Firmen, darunter RWE, hielten in Deutschland zudem die Preise für das Vorprodukt Paraffingatsch künstlich hoch, das unter anderem in Spanplatten verwendet wird.

Die höchste Geldbuße für Sasol

Die höchste Einzelstrafe muss mit 318,2 Millionen Euro das deutsch-südafrikanische Unternehmen Sasol bezahlen. Auf RWE kommt ein Bußgeld von 37,4 Millionen Euro zu. Auch die deutschen Firmen Hansen & Rosenthal (24 Millionen Euro) und Tudapetrol (zwölf Millionen Euro) wurden belangt. Angezeigt hatte das Kartell der niederländisch-britische Ölkonzern Shell, der im Jahr 2002 die frühere RWE-Tochter Dea übernommen hatte und danach das Kartell aufdeckte, wie eine Unternehmenssprecherin in Hamburg sagte. Deshalb ging Shell straffrei aus. ExxonMobil (83,5 Millionen Euro Strafe) äußerte sein "tiefes Bedauern" und schob die Verantwortung "einigen früheren Angestellten des Konzerns" zu.

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