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Verkauf von Autos in USA bricht dramatisch ein


Finanzkrise  

Verkauf von Autos in USA bricht dramatisch ein

02.10.2008, 11:15 Uhr | bab, dpa, t-online.de

US-Autobauer in der Krise (Foto: Reuters)US-Autobauer in der Krise (Foto: Reuters) Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten angesichts massiv gestiegener Benzinpreise und der Konjunkturflaute haben die Auto-Verkäufe in den USA dramatisch einbrechen lassen. Betroffen sind sowohl heimische Marken, als auch die deutschen Hersteller BMW und Daimler.

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Ford meldet Minus von 34 Prozent

General Motors verkaufte nach Firmenangaben im September 15,8 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat. Bei Ford fielen die Verkaufszahlen im gleichen Zeitraum sogar um 34 Prozent. Toyota gab ein Minus von 29,5 Prozent seiner US-Verkäufe im Vergleich zu September 2007 bekannt. Überdurchschnittlich stark gingen bei den Unternehmen die Verkäufe von Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch und von Luxusmodellen zurück.



Ausweitung der Kreditkrise

Ford wertete den Einbruch der Verkäufe als Anzeichen für eine mögliche Ausweitung der Kreditkrise bis hin zu den Konsumenten. Händler vor Ort hätten berichtet, dass Kaufinteressenten Schwierigkeiten hätten, Kredite für den Autokauf aufzunehmen, hieß es in einer Erklärung. "Eine ohnehin schwache Konjunktur, die nun noch durch knappe Kreditmöglichkeiten belastet wird, hat eine Atmosphäre der Vorsicht geschaffen", erklärte Ford-Sprecher Jim Farley. Verbraucher und Verkäufer hätten es derzeit mit einem "sehr zerbrechlichen" Umfeld zu tun.

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Auch BMW und Mercedes betroffen

Von der schlechten Lage betroffen sind auch die deutschen Autobauer. Mit einem Rückgang um 25,8 Prozent bei den Marken BMW und Mini ist der Einbruch bei BMW stärker als bei Daimler, wo der Absatz von Mercedes-Benz im Jahresvergleich um 16,4 Prozent zurückging. Am geringsten fiel das Minus bei der VW-Tochter Audi aus. Im September verkaufte Audi of America 5,4 Prozent weniger Fahrzeuge als ein Jahr zuvor und hielt sich damit vergleichsweise gut. Insgesamt lag der US-Absatz in diesem Jahr bei 236.327 Fahrzeugen, dies ist ein Minus von 4,8 Prozent.''

Gutes Frühjahr rettet VW

Volkswagen selbst verzeichnete einen merklichen Absatzrückgang, allerdings fiel das Minus nicht so deutlich aus wie bei anderen Konzernen. Die Verkäufe der Kernmarke VW seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent zurückgegangen, teilte der Konzern mit. Durch gute Verkäufe zu Jahresbeginn ergibt sich von Januar bis September allerdings noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. "Das ist die schwierigste Wirtschaftslage, die wir seit langer Zeit gesehen haben", sagte der für das operative Geschäft zuständige US-Manager Mark Barnes.

Porsche schaltet zwei Gänge zurück

Härter traf es die neue VW-Mutter Porsche. Für den Sportwagenbauer setzte sich der Abwärtstrend auf dem wichtigen Nordamerika-Markt fort. Die Verkäufe seien um 44 Prozent auf 1558 zurückgegangen, hieß es in Stuttgart. Porsche begründete den Rückgang vor allem mit dem Modellwechsel beim Klassiker 911. Die neue Generation war erst am 20. September herausgekommen.

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