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Pay-TV: Premiere rechnet mit Verlust - Aktie massiv ein


Bezahl-Fernsehen  

Premiere rechnet mit Verlust - Aktie stürzt

06.10.2008, 13:40 Uhr | mmr, dpa , t-online.de

Premiere-Logo (Foto: imago)Premiere-Logo (Foto: imago) Nach einer Verlust-Ankündigung haben die Titel von Premiere am Freitag fast zwei Drittel an Wert verloren. Gegen 13.15 Uhr liegen Premiere-Aktien mit einem Preis von 4,32 etwa 53 Prozent unter Vortagsschluss. Zeitweise brachen die Aktien des Bezahl-Fernsehsenders sogar um mehr als 60 Prozent auf das Allzeit-Tief bei 3,55 Euro ein. Der MDAX verliert zugleich lediglich etwa 1,5 Prozent.

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Viele Kartei-Leichen

Der Pay-TV-Sender Premiere hat, nachdem Medien-Mogul Rupert Murdoch das Heft in die Hand genommen hat, erstmals Abonnentenzahlen veröffentlicht, die der internationalen Zählweise angepasst und nicht schön gerechnet sind. Demnach verfügt der Sender laut eigener Pressemitteilung derzeit über 2,411 Millionen direkter Abonnenten, von denen jeder im Schnitt 24 Euro pro Monat für die diversen Programme ausgibt. Insgesamt hat Premiere 940.000 bisherige Abonnenten als Kartei-Leichen aus der Statistik entfernt, weil sie faktisch nichts zahlten.

Premiere-Finanzvorstand muss gehen

Premiere rechnet nach den "neuen" Abonnentenzahlen in diesem Jahr mit einem Verlust und trennt sich von seinem Finanzvorstand. Alexander Teschner habe sein Amt mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Bis ein Nachfolger gefunden sei, übernehme Unternehmenschef Mark Williams die Verantwortung für das Finanzressort.



Übernimmt Murdoch nun Premiere?

Im laufenden Jahr sei mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von minus 40 bis 70 Millionen Euro zu rechnen, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Es gebe keine Pläne für eine Kapitalerhöhung. "Das sind sehr negative Nachrichten für Premiere", sagte ein Börsianer. Nun seien Spekulationen auf eine Übernahme durch die von Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte News Corp. das einzige, was den Aktien noch Unterstützung gebe.

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Restrukturierung von Kredit-Vereinbarungen

Bei der schwachen EBITDA-Prognose nicht berücksichtigt seien mögliche positive Einmaleffekte aus dem weiteren Verkauf von Free-TV-Übertragungsrechten an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Als Konsequenz aus der Prognose habe Premiere Gespräche mit seinen Banken über die Restrukturierung von Kreditvereinbarungen aufgenommen und sei zuversichtlich, eine Einigung zu erzielen.

Rückgang der Abonnentenzahlen

Die Analysten von Goldman Sachs haben die Bewertung und das Kursziel der Titel von Premiere unter Beobachtung gestellt. Die neue Prognose für das EBITDA habe unter ihren und den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen, schrieben die Experten in einem Kommentar. Premiere habe einen erheblichen Rückgang der direkten Abonnentenzahlen um ein Drittel zum Ende des zweiten Quartals erlitten.

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