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Aktienmarkt: Premiere-Aktie verliert nach Abo-Schummel weiter


Abo-Schummel  

Premiere-Aktie verliert weiter

06.10.2008, 11:57 Uhr | bv, dpa-AFX, t-online.de

Premiere - Weitere Kursverluste beim Bezahl-Sender (Foto: imago)Premiere - Weitere Kursverluste beim Bezahl-Sender (Foto: imago) Die Aktien von Premiere sind am Montag erneut eingebrochen und haben zeitweise mehr als zehn Prozent ihres Wertes verloren. Nach dem Eingeständnis künstlich aufgeblähter Abonnentenzahlen gerät die Premiere-Spitze weiter unter Druck. In den Reihen der Anteilseigner werde bezweifelt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Grosskopf seine Kontrollpflichten ausreichend erfüllt habe, berichtet das "Handelsblatt" aus Branchenkreisen. Analysten senkte ihre Prognosen für das Kursziel.

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Vertrauen in Premiere ist weg

Auch im Vorstand von Premiere könne es laut "Handelsblatt" nach dem Rücktritt von Finanzvorstand Alexander Teschner weitere Konsequenzen geben. Im Umfeld des Münchener Unternehmens wird dem Blatt zufolge zudem mit möglichen Klagen von Kleinanlegern gerechnet. Das Vertrauen ist einem Börsianer zufolge gänzlich verloren und dürfte gemeinsam mit möglichen Schadenersatzforderungen die Aktie weiter belasten. Auf einen möglichen Squeeze-Out zu setzen könne also teuer werden, so der Händler mit Blick auf einen Bericht der "Euro am Sonntag", wonach auch ein Rückzug von der Börse erwogen wird.

Kursziel der Premiere-Aktie gesenkt

Die Experten von Goldman Sachs senkten das Kursziel für Premiere-Aktien von 12,82 auf 5,10 Euro. Die Einstufung beließen sie unverändert auf "Neutral". UniCredit senkte das Kursziel von 15,50 auf 9,00 Euro. Die Einstufung lautet "Buy". Auch die UBS senkte das Kursziel, und zwar von 15,50 auf 7,10 Euro. Auch hier lautet die Einstufung "Buy". Es gebe wenig Spielraum für eine Erholung des Durchschnitts-Umsatzes pro Abonnent (ARPU) im zweiten Halbjahr, schrieb Analyst Daniel Kerven in einer Studie. Der Experte unterstrich die sinkenden Werbeeinnahmen und äußerte die Befürchtung, die vom Fernsehsender angekündigten Kostensenkungen in Höhe von 35 Millionen Euro könnten sich nicht einstellen. Kerven rechnet mit einem Fehlbetrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 47 Millionen Euro für 2008 und 29 Millionen Euro für 2009.

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