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Internet-Auktionen: eBay streicht weltweit jede zehnte Stelle


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E-Commerce: eBay streicht weltweit jede zehnte Stelle

08.10.2008, 10:46 Uhr | mash, t-online.de , dpa

Die Firmenzentrale von eBay in San Jose, Silicon Valley. (Foto: Imago) Die Firmenzentrale von eBay in San Jose, Silicon Valley. (Foto: Imago) Das Internet-Auktionshaus eBay will weltweit rund zehn Prozent der Stellen streichen. Davon seien rund 1000 Mitarbeiter sowie zahlreiche Zeitarbeiter betroffen, teilte das Unternehmen in San Jose mit. Das Unternehmen kündigte zudem zwei Übernahmen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an. #

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Deutschland ebenfalls betroffen

Das Deutschland-Geschäft von eBay ist vom weltweiten Stellenabbau des Internet-Auktionshauses etwas weniger betroffen als die übrigen Regionen. "In Deutschland sollen rund acht Prozent der rund 1250 Stellen gestrichen werden", sagte ein Sprecher von eBay Deutschland. Damit treffe es rund 100 Angestellte. "Von dem Stellenabbau ist vor allem die Verwaltung - insbesondere das Marketing - betroffen. Der Kundenservice bleibt davon unberührt", sagte er.

Gerüchteküche um deutsche Geschäftsführung brodelt

Ob der Konzernumbau auch Auswirkungen auf die Geschäftsführung von eBay Deutschland haben wird, blieb offen. Zu Gerüchten, dass Deutschland-Geschäftsführer Stefan Groß-Selbeck innerhalb des Konzerns in die Vereinigten Staaten wechselt, wollte sich der Sprecher von eBay-Deutschland nicht äußern. Deutschland ist für eBay gemessen am Umsatz der zweitgrößte Markt. Absolute Größen gibt der Konzern nicht heraus.

Stellenabbau soll Investitionen ermöglichen

Die weltweiten Stellenstreichungen werden den Angaben zufolge das Ergebnis vor Steuern im vierten Quartal mit 70 bis 80 Millionen Dollar belasten. John Donahoe, seit Anfang April Geschäftsführer des Auktionshauses, sagte, mit dem Stellenabbau solle das operative Geschäft gestärkt und "Investitionen in Wachstum ermöglicht werden". Das Unternehmen kämpfte zuletzt mit sinkenden Wachstumsraten sowie einem langsameren Gewinnwachstum.

Milliarden-Zukäufe in den USA und Dänemark

Mit zwei Übernahmen macht Donahoe auch gleich Nägel mit Köpfen: Zum einen wird der amerikanische Zahlungsabwickler Bill Me Later für insgesamt 945 Millionen Dollar gekauft. Dieser Zukauf soll im kommenden Jahr 150 Millionen Dollar zum Umsatz beitragen. In Europa will eBay das Geschäft in Dänemark mit dem auf Kleinanzeigen spezialisierten Seite dbk.dk sowie dem auf Fahrzeuge fokussierten Anbieter bilbasen.dk für insgesamt 390 Millionen Dollar in bar stärken.

Neupositionierung in zunehmend härterem Markt

Mit den Übernahmen und den Sparmaßnahmen will eBay den jüngsten Problemen entgegensteuern. Dem Konzern kommen zunehmend Wettbewerber wie der Internet-Einzelhändler Amazon.com ins Gehege. Im Gegenzug macht eBay immer mehr Geschäft als gewöhnliche Handelsplattform mit Verkäufen ohne Versteigerung. Neben den Online-Marktplätzen gehören das elektronische Bezahlsystem PayPal und der Internettelefonie-Dienst Skype zu eBay.

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