Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse & Märkte > Aktien >

Finanzkrise: Schweiz prüft erweiterte Einlagensicherung


Finanzkrise  

Die Schweiz prüft eine erweiterte Einlagensicherung

04.11.2008, 11:24 Uhr | oca, dpa, t-online.de

Die Schweiz überprüft angesichts der Finanzkrise ihr System der Einlagensicherung für Kontoinhaber. Die Regierung werde alles daran setzen, um die Einlagen von Bankkunden zu schützen, sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Montagabend im Schweizer Fernsehen. Die Regierung werde falls notwendig weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems ergreifen, sagte die Ministerin. Einzelheiten nannte sich zunächst nicht. Die Justizministerin vertritt derzeit den erkrankten Finanzminister Hans-Rudolf Merz.

Eilgesetz - Totale Bankenkontrolle gegen Island-Bankrott
Börsenbericht - Das passiert aktuell bei DAX und Co.
Video - Noch ein schwarzer Montag an den Börsen weltweit
Video-Umfrage -

Einlagensicherung durch Banken

So sei etwa die Einlagensicherung in der Schweiz "nicht ganz optimal" und werde "sicherlich überprüft", sagte Widmer-Schlumpf. Maßnahmen auf dieser Ebene würden sich jedoch erst "mittelfristig" auswirken. In der Schweiz gilt eine Garantie auf Bankguthaben von 30.000 Franken (rund 19.000 Euro) pro Person. Für das Geld bürgen aber nicht der Staat sondern die Banken selbst. Sie haben sich in einem Verein zusammengeschlossen. Dieser stellt sicher, dass bei der Schließung einer Bank Guthaben von bis zu 30.000 Franken innerhalb von drei Monaten, ausbezahlt werden.

Aktiendepots relativ gut geschützt

Die Anlagen von Bankkunden, die bei einer Schweizer Bank ein Aktiendepot halten, sind dagegen relativ gut geschützt. Bei der Liquidation einer Bank werden Aktien und Obligationen als Kundeneigentum betrachtet. Sie werden daher abgesondert und fließen anders als Sparguthaben nicht in die Konkursmasse ein.

Finanzsektor ist bedeutend für die Schweiz

Die Justizministerin sagte, als entscheidend für die Stabilisierung des Finanzsystems und den Schutz der Einleger betrachte die Regierung eine ausreichende Eigenmittelausstattung, genügend Liquidität und von Problempositionen bereinigte Bilanzen. Hier hätten die Banken "noch etwas vorzukehren". Der Schweizer Finanzsektor ist mit einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von knapp 15 Prozent und an den gesamten Steuereinnahmen von 16 Prozent der bedeutendste Wirtschaftssektor der Schweiz. Er bietet rund 200.000 Arbeitsplätze, das sind etwa fünf Prozent aller Beschäftigten des Landes.

Mehr Themen:
KfW-Panne - Staatsanwaltschaft prüft
Gehälter - Was Europas Top-Manager verdienen
Minus 14 Prozent - Börse Moskau bricht ein
Chart-Analyse - BMW-Aktie auf Fünf-Jahres-Tief (02.10.08)

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal